Tesla Aktie: Optimistische Markterwartungen!
Tesla konzentriert sich verstärkt auf autonomes Fahren und Software. Morgan Stanley erwartet 1.000 Robotaxis bis Ende 2026, während eine Versicherungspartnerschaft die FSD-Nutzung fördern soll.

- Morgan Stanley erwartet 1.000 Robotaxis bis 2026
- Partnerschaft mit Lemonade bietet Rabatte für FSD-Nutzer
- Gigafactory Grünheide reduziert Personal durch Automatisierung
- Aktienbewertung löst sich von klassischen Auto-Kennzahlen
Tesla verschiebt den Fokus stärker auf Robotaxis und Software – und die Börse reagiert positiv. Neue Prognosen von Morgan Stanley, ein Versicherungsdeal mit Lemonade und Meldungen zur Gigafactory in Grünheide prägen aktuell das Bild. Entscheidend ist dabei weniger die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge als die Frage, wie glaubwürdig die Robotaxi-Story inzwischen geworden ist.
Neue Zeitachse für Robotaxis
Auslöser der verbesserten Stimmung war eine Research-Note von Morgan Stanley vom 21. Januar. Die Bank erwartet nun, dass Tesla bis Ende 2026 rund 1.000 Robotaxis auf die Straße bringt. Das liegt hinter der früheren Zielmarke von Elon Musk, der bis Ende 2025 etwa 1.500 Einheiten in Aussicht gestellt hatte.
Trotz dieser Verzögerung betonen die Analysten, dass sich die Bewertung der Aktie zunehmend von klassischen Auto-Kennzahlen löst. Aus ihrer Sicht wird die Reaktion auf die anstehenden Zahlen zum vierten Quartal weniger von den reinen Auslieferungen abhängen, sondern vor allem von drei Punkten:
- Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (AI)
- Konkrete Schritte beim „Cybercab“-Rollout
- Signale zur Kommerzialisierung von Software wie Full Self-Driving (FSD)
Damit verlagert sich der Blick der Investoren weiter weg vom reinen Autogeschäft hin zu wiederkehrenden Software- und Mobilitätsumsätzen.
Grünheide: Effizienz statt Stellenabbau-Programm?
Parallel dazu geraten die Strukturen am europäischen Standort in Grünheide stärker unter Beobachtung. Laut Berichten vom 21. Januar beschäftigt das Werk aktuell 10.703 Mitarbeitende – rund 1.700 weniger als vor zwei Jahren (12.415).
Das Management ordnet diese Entwicklung als „normale Fluktuation“ ein. Begründung: mehr Automatisierung in der Produktion und ein geringerer Einsatz von Leiharbeitskräften. Ein formales Programm für Stellenstreichungen weist Tesla ausdrücklich zurück.
Für den Markt ist damit vor allem eines klar: Tesla versucht, die europäische Produktion schlanker und effizienter aufzustellen, ohne offiziell von einem Kostensenkungs- oder Abbauprogramm zu sprechen.
Lemonade-Deal soll FSD-Nutzung ankurbeln
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam Tesla durch eine Kooperation mit dem Insurtech-Unternehmen Lemonade. Tesla-Fahrer, die FSD nutzen, sollen über Lemonade ein Versicherungsangebot mit 50 Prozent Prämienrabatt erhalten.
Die Botschaft dahinter: Wer auf autonomes Fahren setzt, soll mit geringeren Versicherungskosten belohnt werden. Kritiker wie Short-Seller Jim Chanos stellen allerdings die Risikomodelle eines solchen Angebots infrage. Trotzdem wertete der Markt die Partnerschaft überwiegend als Schritt, die Attraktivität und Monetarisierung der Tesla-Software zu erhöhen.
Marktumfeld und Bewertungsrisiken
Der Titel notiert aktuell bei 392,90 Euro und hat in den letzten 30 Tagen rund 19 Prozent verloren, liegt aber weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Die Aktie bleibt damit hoch bewertet, was sich im US-Handel unter anderem in einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 280 widerspiegelt.
Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb im Bereich autonomes Fahren. Alphabet-Tochter Waymo hat am 21. Januar angekündigt, ihre Robotaxi-Zone in Austin um 50 Prozent zu erweitern – ausgerechnet im Bundesstaat Texas, der auch für Tesla eine Schlüsselregion ist. Die Fantasie für Robotaxis ist also nicht exklusiv, sondern hart umkämpft.
Entsprechend gespalten zeigt sich die Analystenlandschaft:
UBS bestätigt ein „Sell“-Rating mit einem Kursziel von 307 US-Dollar und verweist auf Abwärtsrisiken. Auf der anderen Seite steht eine AI-basierte Bewertung von TipRanks mit „Outperform“ und einem Kursziel von 490 US-Dollar. Die Spannbreite der Einschätzungen unterstreicht, wie unterschiedlich die langfristigen Chancen und Risiken eingeschätzt werden.
Ausblick auf die Q4-Zahlen
Der nächste konkrete Meilenstein ist der Q4-Bericht am 28. Januar 2026. Die Erwartungen der Wall Street sind klar definiert:
- Gewinn je Aktie (EPS): 0,45 US-Dollar, nach 0,73 US-Dollar im Vorjahr
- Umsatz-Konsens: rund 24,78 Milliarden US-Dollar
- Bullishes Szenario: einzelne Analysten – etwa bei Seeking Alpha – halten einen Umsatz nahe 26,45 Milliarden US-Dollar für möglich
Charttechnisch hält sich die Aktie deutlich über der 200-Tage-Linie. Aus technischer Sicht gilt ein klarer Ausbruch über 440 US-Dollar als Signal, das den Weg in Richtung der psychologischen 500-Dollar-Marke öffnen könnte.
Für die anstehende Telefonkonferenz sind zwei Punkte zentral: Bestätigt Tesla den Produktionsstart des „Cybercab“ im April 2026, und liefert das Management einen belastbaren Fahrplan für „Unsupervised FSD“ ohne menschliche Überwachung? Wie konkret diese Zusagen ausfallen, dürfte maßgeblich bestimmen, ob die aktuelle Robotaxi-Fantasie in den kommenden Wochen weiter trägt oder an Dynamik verliert.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 22. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




