Tesla Aktie: Produktion gestoppt
Tesla beendet die Fertigung seiner Luxusmodelle und richtet sich radikal neu aus. Der Fokus liegt künftig auf der Massenproduktion des humanoiden Roboters Optimus und autonomer Fahrzeuge.

- Produktionsende für Model S und Model X im Jahr 2026
- Gewinneinbruch im vierten Quartal um 61 Prozent
- Fokuswechsel hin zu Robotik und künstlicher Intelligenz
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
Tesla zieht die Reißleine bei zwei seiner ikonischsten Modelle. Model S und Model X werden bis Mitte 2026 aus dem Programm genommen – nach mehr als einem Jahrzehnt im Markt. Stattdessen soll in Fremont künftig der humanoide Roboter Optimus vom Band laufen. Die Ankündigung ist mehr als eine Produktbereinigung: Sie markiert Teslas radikale Neuausrichtung vom Autobauer zum Robotik- und KI-Konzern.
Das Ende einer Ära
Im Earnings Call Ende Januar machte Tesla Nägel mit Köpfen: Die Produktion von Model S und Model X endet im zweiten Quartal 2026. Die frei werdenden Kapazitäten im kalifornischen Fremont-Werk werden komplett auf die Fertigung des Optimus-Roboters umgestellt – langfristiges Ziel sind eine Million Einheiten pro Jahr.
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Model S und Model X waren einst das Aushängeschild, mit dem Tesla die Elektromobilität salonfähig machte. Doch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2025 lieferte Tesla in der Kategorie „Sonstige Modelle“ – zu der neben S und X auch Cybertruck und Semi zählen – gerade einmal 50.850 Fahrzeuge aus. Das entspricht etwa drei Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge. Die beiden Luxusmodelle sind schlicht nicht mehr relevant für das Geschäft.
Enttäuschende Quartalszahlen
Das vierte Quartal 2025 fiel durchwachsen aus. Tesla lieferte 418.227 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 16 Prozent im Jahresvergleich. Auf Jahressicht summierte sich die Auslieferung auf rund 1,64 Millionen Einheiten – der erste Rückgang in der Unternehmensgeschichte.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Umsatz Q4: 24,9 Milliarden Dollar
- Nettogewinn Q4 (GAAP): 840 Millionen Dollar (minus 61 Prozent)
- Bruttomarge Automotive (ohne Credits): 17,9 Prozent (Vorquartal: 15,4 Prozent)
- Gesamtbruttomarge: über 20,1 Prozent – höchster Wert seit zwei Jahren
- Energiesparte (Gesamtjahr): 12,8 Milliarden Dollar Umsatz (plus 27 Prozent)
Der Gewinneinbruch auf 840 Millionen Dollar – von 2,1 Milliarden im Vorjahr – geht maßgeblich auf gestiegene Betriebskosten zurück. Tesla selbst verweist auf „KI- und andere F&E-Projekte“ als Treiber. Die Betriebsausgaben kletterten um 39 Prozent.
Fokus auf Autonomie und Robotik
Tesla will künftig als „Physical AI Company“ wahrgenommen werden. Die Produktion des autonomen CyberCab soll im April 2026 starten. Im ersten Quartal 2026 wird die dritte Generation von Optimus vorgestellt – laut Tesla die erste Version, die für die Massenproduktion konzipiert ist.
Das Full Self-Driving-System zählt mittlerweile 1,1 Millionen zahlende Kunden weltweit, rund 70 Prozent davon mit Direktkauf. Tesla hat den Vertrieb inzwischen vollständig auf Abo-Modelle umgestellt.
Für 2026 plant das Unternehmen Investitionen von 20 Milliarden Dollar – deutlich über den Erwartungen vieler Analysten. Das Geld fließt in KI-Rechenkapazitäten, Robotik-Produktion und autonomes Fahren.
Aktie unter Druck
Seit Jahresbeginn hat die Tesla-Aktie rund zwölf Prozent verloren und performt damit deutlich schwächer als der Nasdaq 100, der im selben Zeitraum nur etwa zwei Prozent nachgab. Der Wettbewerbsdruck im E-Auto-Markt steigt: BYD aus China hat Tesla 2025 als weltgrößter Elektroautobauer überholt. Tesla reagiert mit Preissenkungen, was die Margen belastet.
Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich am 21. April 2026 veröffentlicht. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob der Umbau vom Autobauer zum Technologiekonzern an den Märkten auf Akzeptanz stößt – oder ob Anleger den Strategieschwenk als riskante Wette bewerten.
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