Tesla Aktie: Robotaxi-Pläne stocken
Tesla hat 2025 in Kalifornien keine autonomen Testkilometer gemeldet, was die Pläne für ein Robotaxi-Netzwerk verzögert und Investoren verunsichert. Die Aktie verliert an Wert.

- Sechs Jahre ohne gemeldete Testmeilen in Kalifornien
- Genehmigungsverfahren für Robotaxis stockt
- Cybertruck-Nachfrage hoch, Sonderaktion endet
- Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch
Die Bewertung von Tesla hängt massiv an der Fantasie einer Flotte selbstfahrender Robotaxis. Doch aktuelle Daten aus dem wichtigen Markt Kalifornien offenbaren eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Während Elon Musk die Zukunft beschwört, fehlen in den behördlichen Unterlagen entscheidende Belege für den Fortschritt, was Investoren zunehmend nervös macht.
Stillstand bei den Genehmigungen
Der Kern des Problems liegt in den Akten des kalifornischen Kraftfahrzeugministeriums (DMV). Berichten zufolge hat Tesla im Jahr 2025 in diesem Bundesstaat keine einzige autonome Testmeile protokolliert. Dies ist bereits das sechste Jahr in Folge, in dem die offiziellen Zähler bei null stehen. Das Protokollieren dieser Meilen ist jedoch eine zwingende Voraussetzung, um im Genehmigungsverfahren voranzukommen und – ähnlich wie Alphabet mit Waymo – einen fahrerlosen Fahrdienst kommerziell anbieten zu dürfen.
Diese Lücke in der Dokumentation steht im Kontrast zu den öffentlichen Aussagen von CEO Elon Musk. Dieser hatte oft suggeriert, dass vor allem die behördlichen Genehmigungen den Start eines Robotaxi-Netzwerks verzögern würden. Tesla hatte im Vorjahr zwar Kritik an den „übermäßig belastenden Berichtspflichten“ geübt, doch das völlige Fehlen dokumentierter Testfahrten wirft die Frage auf, wie weit die technische Umsetzung für einen kommerziellen Rollout tatsächlich gediehen ist. Ohne diese Schritte rückt der Starttermin in einem von Teslas wichtigsten Märkten in weitere Ferne.
Gemischte Signale im operativen Geschäft
Abseits der Regulierungsdebatte versucht Tesla, die Nachfrage anzukurbeln und sein Produktportfolio zu erweitern. Der Cybertruck, der zuletzt zu einem reduzierten Preis angeboten wurde, sieht sich einer starken Nachfrage gegenüber. Diese Sonderaktion ist jedoch zeitlich begrenzt und endet am morgigen 28. Februar. Gleichzeitig rollt das Unternehmen seinen KI-Assistenten Grok per Software-Update in Australien und Neuseeland aus, wobei der Fokus auf anonymisierter Datennutzung liegt.
Die Aktie spiegelt die aktuelle Unsicherheit wider und stand zuletzt unter Verkaufsdruck. Mit einem Kurs von 346,20 € hat das Papier auf 30-Tages-Sicht rund 4,3 Prozent eingebüßt und notiert knapp 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auch bei institutionellen Anlegern herrscht Uneinigkeit: Während einige Fonds ihre Positionen aufstocken, ziehen sich andere zurück.
Hohe Hürden für die Bewertung
Für Anleger kristallisiert sich ein klares Risiko heraus: Die enorme Bewertung der Aktie preist eine erfolgreiche Zukunft im Bereich autonomes Fahren bereits ein. Die Entwicklungen in Kalifornien zeigen jedoch, dass der Weg vom technischen Konzept zur genehmigten kommerziellen Flotte steiniger ist als oft dargestellt. Solange Tesla keine konkreten Schritte im behördlichen Prozess nachweist, bleibt die Robotaxi-Fantasie ein unsicherer Faktor für den Aktienkurs.
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