Tesla Aktie: Shanghai-Verkäufe steigen weiter

Shanghai verzeichnet höhere Verkäufe, während Teslas weltweite Auslieferungen im dritten Quartal unter dem Vorjahreswert lagen.

Die Kernpunkte:
  • Shanghai-Absatz steigt um fünf Prozent
  • 95.366 Fahrzeuge einschließlich Exporten verkauft
  • Weltweite Quartalsauslieferungen sinken um 2,1 Prozent
  • EU-weite Zulassung bleibt weiterhin offen

Höhere Verkäufe aus Shanghai gaben Tesla am Freitag Rückenwind: Die Aktie legte um 2,2% zu. Reuters berichtete über den Absatzanstieg, während die Titel zulegten. Für Anleger liefert die Entwicklung einen positiven Impuls vor den nächsten Quartalszahlen. Sie steht allerdings neben rückläufigen weltweiten Auslieferungen und weiteren Hürden für die europäische Zulassung des Fahrassistenzsystems.

Shanghai liefert ein positives Absatzsignal

Die Verkäufe der in Shanghai gebauten Modelle Model 3 und Model Y stiegen im September einschließlich der Exporte gegenüber dem Vorjahr um 5%. Sie erreichten 95.366 Fahrzeuge. Damit setzte sich der jährliche Zuwachs den elften Monat in Folge fort.

Das Absatzsignal reicht über einen einzelnen positiven Monatsvergleich hinaus. Die Serie zeigt eine anhaltende Verbesserung gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten. Allerdings umfasst die Shanghai-Zahl auch Exporte. Sie beschreibt deshalb nicht allein die Nachfrage chinesischer Käufer und lässt sich nicht unmittelbar mit den weltweiten Auslieferungen gleichsetzen.

Am 2. Oktober meldete Tesla für das dritte Quartal 2026 insgesamt 486.532 ausgelieferte Fahrzeuge. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen.

Gegenüber dem Vorjahr gingen die Auslieferungen dennoch um 2,1% zurück. Die positive Überraschung gegenüber den Schätzungen bedeutet somit keine Rückkehr zu weltweitem Absatzwachstum. Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig: Shanghai liefert Rückenwind, während die Gesamtbilanz der Auslieferungen ein gemischtes Bild zeigt.

Europäische Zulassung bleibt eine Hürde

Parallel verfolgt Tesla die breitere Zulassung seines Fahrassistenzsystems in Europa. Reuters berichtete am Freitag, dass das Unternehmen auf europäischen Internetseiten die Bezeichnung „Full Self-Driving“ durch „Tesla Assisted Driving“ ersetzte.

Der neue Name ist keine Zulassungsentscheidung. Bereits am Mittwoch hatte Reuters berichtet, Tesla dränge europäische Regulierer zu einer schnelleren Genehmigung. Dazu gehörte die Bitte an die niederländische Aufsicht, Umfang und Kosten ihrer Prüfung zu begrenzen. Eine EU-weite Abstimmung wurde auf frühestens Dezember verschoben.

Damit stehen dem positiven Absatzsignal weiterhin regulatorische Unsicherheiten gegenüber. Die Umbenennung ändert nichts daran, dass Tesla eine breitere Genehmigung erst anstrebt.

Analysten setzen unterschiedliche Maßstäbe

Medienberichten zufolge erhöhte UBS am Mittwoch das Tesla-Kursziel von $385 auf $391 und behielt die neutrale Einstufung bei. Yorkville Ives nahm die Bewertung am Dienstag dagegen mit „Outperform“ und einem Kursziel von $500 auf.

Die Einschätzungen unterscheiden sich damit sowohl im Kursziel als auch in ihrer grundsätzlichen Bewertung. Der Kursanstieg vom Freitag beseitigt diese Unterschiede nicht.

Der nächste konkrete Prüfstein sind die Finanzergebnisse für das dritte Quartal. Tesla will sie am 21. Oktober 2026 nach Börsenschluss veröffentlichen. Dann rücken neben den bereits bekannten Auslieferungen die Geschäftszahlen in den Mittelpunkt — und damit die Frage, wie sich das gemischte Absatzbild finanziell niederschlägt.

Anzeige

Stand heute, 11. Oktober: Tesla – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Tesla investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 11. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Tesla: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Tesla