Tesla Aktie: Spritzige Innovation!
Tesla erzielt Rekord bei Energiespeichern und testet fahrerlose Robotaxis, was Analysten zu höheren Kurszielen veranlasst, während die Autoauslieferungen sinken.

- Rekordabsatz bei stationären Batteriespeichern
- Fortschritte bei autonomen Taxis ohne Sicherheitsfahrer
- Auslieferungen von Elektroautos deutlich rückläufig
- Analysten erhöhen Ziele wegen Software und Robotik
Tesla liefert so wenige Autos wie seit Jahren nicht mehr – und die Aktie legt trotzdem zu. Der Grund liegt nicht mehr auf der Straße, sondern in Batterieg speichern und Software: Viele Investoren sehen das Unternehmen zunehmend als Plattform für Energie und autonome Systeme, weniger als klassischen Autobauer. Genau diese Verschiebung treibt die Neubewertung.
Energie und Robotaxis als Kurstreiber
Auslöser der aktuellen Neubewertung sind zwei Datenpunkte außerhalb des Kerngeschäfts mit E-Autos.
Rekord im Energiespeicher-Geschäft:
Im vierten Quartal 2025 setzte Tesla im Bereich Energiespeicher rund 14,2 Gigawattstunden ab – ein neuer Rekord. Dieses Geschäft gilt als margenstark und skalierbar. Die starken Zahlen nähren die Erwartung, dass Erträge aus stationären Speichern die schwächeren Margen im Autogeschäft zumindest teilweise auffangen können.Fortschritt bei Robotaxis:
CEO Elon Musk bestätigte, dass fahrerlose Robotaxis in Austin bereits ohne Sicherheitsfahrer getestet werden. Konkrete Tests ohne Backup-Fahrer gelten am Markt als wichtiger Meilenstein für das Full-Self-Driving-System (FSD). Das hat die Fantasie rund um Teslas „AI-Komponente“ neu belebt und erhöht aus Sicht vieler Anleger den Anteil von Software und Autonomie in der Bewertung.
Der Kurs liegt heute mit rund 436 US-Dollar zwar etwas unter dem gestrigen Schluss, notiert aber deutlich über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 und 200 Tage. Das unterstreicht, dass der mittelfristige Aufwärtstrend trotz der jüngsten Schwäche im Autogeschäft intakt ist.
Schwache Auslieferungen, aber besser als befürchtet
Auf der anderen Seite steht ein deutlich abkühlendes Kerngeschäft. Die jüngsten Auslieferungszahlen zeigen eine klare Delle:
- Q4 2025: Nur 418.227 Fahrzeuge, ein Rückgang von 16 % gegenüber dem Vorjahr.
- Gesamtjahr 2025: 1,63 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge, ein Minus von 9 % im Jahresvergleich.
Für einen Wachstumswert dieser Größenordnung ist das ein Einschnitt. Dennoch reagieren die Märkte vergleichsweise gelassen. Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnete die Zahlen als „better than feared“, also besser als befürchtet. Das deutet darauf hin, dass viele Investoren mit noch schwächeren Daten gerechnet hatten und ein tieferer Nachfrageeinbruch bereits im Kurs eingepreist war.
Die Folge: Der Blick richtet sich stärker auf die Frage, welche Rolle Autos in der künftigen Tesla-Geschichte überhaupt noch spielen sollen. In der aktuellen Markt-Erzählung rückt das Unternehmen von einem reinen Fahrzeughersteller zu einem Technologie- und Robotik-Konzern mit Autogeschäft im Hintergrund.
Analysten schrauben Kursziele hoch
Diese veränderte Sichtweise spiegelt sich auch in neuen Analystenstudien wider.
- Stifel erhöhte sein Kursziel auf 508 US-Dollar. Begründung: der schnelle Fortschritt bei FSD und beim Aufbau einer Robotaxi-Flotte. Aus ihrer Sicht wächst der Wert der Software- und Autonomieplattform schneller, als es die reinen Auslieferungszahlen vermuten lassen.
- Bank of America schätzt inzwischen, dass Robotaxis und der humanoide „Optimus“-Roboter zusammen bereits fast 45 % der Tesla-Gesamtbewertung ausmachen. Das ist ein deutliches Signal dafür, wie stark der Markt den künftigen Cashflow außerhalb des Autogeschäfts gewichtet.
Parallel dazu stehen die klassischen E-Auto-Verkäufe unter Druck – unter anderem durch intensiven Wettbewerb und auslaufende Förderungen. Diese Schwäche verhindert derzeit, dass sich Tesla nur über Stückzahlen definieren kann. Stattdessen rückt die „AI-These“ in den Vordergrund und bildet aus Sicht vieler Anleger eine Art Untergrenze für die Bewertung.
Fazit: Autogeschäft schwächelt, Story verlagert sich
Unterm Strich honoriert der Markt weniger die aktuellen Auslieferungszahlen als die strategische Ausrichtung. Das schwächere Autogeschäft ist klar sichtbar, wird aber durch starke Energiespeicher-Daten und messbare Fortschritte bei autonomen Fahrfunktionen überlagert. Analysten heben ihre Kursziele vor allem wegen Software, Robotaxis und Robotik an, während der Anteil des klassischen Fahrzeuggeschäfts am Story-Kern sinkt. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob Tesla die hohen Erwartungen an Margen und Wachstum in Energie und Autonomie in den nächsten Quartalen mit weiteren konkreten Meilensteinen untermauern kann.
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