Tesla Aktie: Stichtag rückt näher

Tesla muss bis Montag Daten zu Full Self-Driving an US-Behörde liefern. Die Prüfung könnte Strafen nach sich ziehen und trifft auf eine angespannte Marktlage.

Die Kernpunkte:
  • Frist für Datenabgabe an NHTSA endet am Montag
  • Investoren sichern sich mit Put-Optionen ab
  • Robotaxis in 14 Unfälle verwickelt
  • Umsatz und Auslieferungen 2025 rückläufig

Tesla steuert auf einen Termin zu, der die Diskussion um autonomes Fahren kurzfristig dominieren dürfte: Bis Montag muss der Konzern der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA umfangreiche Daten zu seinem System „Full Self-Driving“ (FSD) liefern. An den Optionsmärkten ist die Nervosität bereits spürbar. Viele Investoren sichern sich ab – weniger aus Überzeugung, sondern weil das regulatorische Risiko plötzlich sehr konkret ist.

Optionsmarkt wird defensiver

Vor dem 9. März steigt laut Bericht vor allem die Aktivität in kurzfristigen Put-Optionen, also Kontrakten, die bei fallenden Kursen an Wert gewinnen. Auffällig ist: Es geht nicht um eine große Wette gegen Tesla, sondern um Absicherung für den Fall, dass die Behörde nach der Datenabgabe härter durchgreift.

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Das passt zum Umfeld: Die Aktie ging am Freitag mit 341,75 Euro aus dem Handel und verlor 2,22%. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von 8,60% zu Buche – ein Nährboden für Investoren, die negative Überraschungen lieber nicht ungeschützt mitnehmen wollen.

NHTSA-Prüfung: Was Tesla liefern muss

Auslöser ist eine laufende NHTSA-Untersuchung zu FSD. Nach zwei Fristverlängerungen muss Tesla bis Montag unter anderem Crash-Videos, CAN-Bus-Logs und Daten aus Event-Data-Recordern einreichen. Diese Informationen stehen im Zusammenhang mit Vorfällen, die neuere FSD-Versionen betreffen.

Brisant ist das Thema, weil FSD im Zentrum von Teslas Robotaxi-Erzählung steht. Laut NHTSA-Daten waren Teslas Robotaxis seit dem Start des Dienstes in Austin im Juni 2025 in 14 Unfälle verwickelt. Die fünf jüngsten Vorfälle im Dezember und Januar verliefen demnach ohne Verletzte, es kam aber zu Sachschäden. In zwei weiteren Fällen im Juli und Oktober gab es leichte Verletzungen. Kommt es bei der Einreichung zu Problemen oder bewertet die Behörde die Daten als belastend, könnten laut Bericht Strafen, Rückrufe oder Verzögerungen beim Ausbau von unbeaufsichtigtem FSD und Robotaxis folgen.

Zusätzlicher Gegenwind bei der Nachfrage

Der regulatorische Druck trifft Tesla in einer Phase, in der sich ohnehin mehr Fragezeichen auftürmen. Der Bericht verweist auf schwächere Trends bei Zulassungsdaten in den USA und Europa. Zudem bringen einige Analysten die Nachfrageentwicklung mit der polarisierenden öffentlichen Rolle von Elon Musk in Verbindung.

In China verschärft sich die Lage ebenfalls: Die Auslieferungen seien im Monatsvergleich zweistellig eingebrochen, und die Wartezeiten seien von früheren monatelangen Rückständen auf nur noch ein bis drei Wochen gefallen. Der Wettbewerb durch lokale Hersteller nimmt zu – genannt wird unter anderem Xiaomis SU7.

Makroseitig kommt weiterer Druck hinzu: Öl über 90 US-Dollar je Barrel (im Bericht mit Iran-Spannungen begründet) habe die Märkte aufgerüttelt. Gleichzeitig stehe der Nasdaq unter Druck – und hoch bewertete Titel wie Tesla reagieren in solchen Phasen oft besonders empfindlich, wenn Anleger Risiko reduzieren.

Zahlenbild: Übergang statt Wachstum

Der Bericht zeichnet Tesla für 2025 als Unternehmen im Umbau. Der Umsatz lag bei 94,8 Milliarden US-Dollar, rund 3% weniger als 2024 – die erste Umsatzschrumpfung seit dem Börsengang. Die Bruttomarge im Autogeschäft fiel auf etwa 16%, deutlich unter den 25%+ aus 2022. Gleichzeitig lief das Energy-Geschäft stark: Die Marge dort stieg demnach auf fast 30% und stabilisierte so die Profitabilität.

Auch bei den Auslieferungen gab es Gegenwind: 2025 wurden weltweit 1,64 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Minus von 10% gegenüber dem Vorjahr. Auf der anderen Seite bleibt die Liquidität ein Pfund: Zum Quartalsende am 31. Dezember 2025 lagen Cash und Investments bei 44,059 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20,5% gegenüber dem Vorjahr. Das verschafft Spielraum für hohe Forschungsausgaben – etwa für Optimus und das „Cybercab“ – ohne zwingend frisches Kapital aufnehmen zu müssen. Im Software-Bereich nennt der Bericht 1,1 Millionen aktive FSD-Abos.

Ausblick: April wird der nächste Taktgeber

Operativ stehen konkrete Meilensteine an: Die Volumenproduktion des Cybercab ist laut Bericht für April 2026 geplant. Zudem soll der Robotaxi-Pilot in Austin bis Mitte 2026 nach Phoenix und Miami ausgeweitet werden. Der nächste offizielle Stresstest für die Story kommt aber schon vorher: Am Montag entscheidet sich mit der NHTSA-Datenabgabe, ob Tesla zunächst vor allem mit regulatorischem Ballast leben muss – oder ob zumindest dieser Unsicherheitsfaktor abgeräumt wird.

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