Tesla Aktie: Terafab startet
Tesla kündigt mit Terafab den Bau einer eigenen Halbleiterfabrik an, um KI-Chips für FSD und Robotaxis selbst zu fertigen. Experten zeigen sich angesichts der technischen Hürden skeptisch.

- Start des Terafab-Projekts am 21. März angekündigt
- Eigene Chipfertigung für KI, Cybercab und Optimus-Roboter
- Branchenexperten äußern deutliche Zweifel an Plänen
- Finanzieller Druck nach Gewinneinbruch im Vorquartal
Am 14. März schrieb Elon Musk auf X: „Terafab Project launches in seven days.“ Sieben Wörter — und die Halbleiterbranche diskutiert seither, ob Tesla gerade das Unmögliche ankündigt. Am 21. März soll das Projekt offiziell starten.
Klar ist: Ein vollständig betriebsbereites Chipwerk öffnet an diesem Tag keine Tore. Halbleiterfabriken dieser Größenordnung benötigen Jahre bis zur Inbetriebnahme. Was der 21. März wahrscheinlich markiert, ist ein Spatenstich, eine öffentliche Bekanntgabe von Standort und Zeitplan oder der formale Baustart der ersten Phase.
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Warum Tesla eigene Chips braucht
Tesla entwirft seine KI-Chips für das Full-Self-Driving-System bereits intern — die Fertigung übernehmen bislang TSMC und Samsung. Terafab soll das ändern: eine eigene Fabrik, die Design und Produktion unter einem Dach vereint.
Der Bedarf ist konkret. Die KI-Chips treiben nicht nur das FSD-System an, sondern auch das Cybercab-Robotaxi-Programm und die Optimus-Roboter. Für Letztere prognostiziert Musk Stückzahlen, die kein externer Zulieferer auf Teslas Zeitplan liefern kann. Als Ziel gilt die 2-Nanometer-Prozesstechnologie — der modernste derzeit kommerziell verfügbare Fertigungsknoten. Teslas fünfte KI-Chip-Generation, AI5, soll 2026 in Kleinserie und 2027 in Volumenproduktion gehen.
Skepsis aus der Branche
Die Ankündigung stößt auf deutlichen Widerstand von Halbleiterexperten. Nvidia-Chef Jensen Huang warnte Musk im November 2025 öffentlich: „Building advanced chip manufacturing is extremely hard.“ Intel kämpft trotz jahrzehntelanger Erfahrung und über 100 Milliarden Dollar Investitionen seit Jahren darum, seinen Fertigungsvorsprung zurückzugewinnen. Samsung hinkt TSMC bei den Ausbeuten fortgeschrittener Knoten weiterhin hinterher.
Erschwerend kommt hinzu: Im August 2025 stellte Musk das Dojo-Projekt ein, und Peter Bannon — der Chefarchitekt hinter Teslas eigener Chip-Entwicklung — verließ das Unternehmen. Chips zu entwerfen und sie selbst herzustellen sind grundlegend verschiedene Disziplinen.
Cybercab und das finanzielle Umfeld
Terafab ist eng mit dem Cybercab verknüpft, dessen Serienproduktion Tesla für April 2026 plant. Das zweisitzige Fahrzeug soll ausschließlich autonom fahren — ohne Lenkrad und Pedale. Welche Behörden die dafür notwendigen Ausnahmegenehmigungen bereits erteilt haben, hat Tesla bislang nicht offengelegt.
Finanziell steht das Unternehmen unter Druck: Im vierten Quartal 2025 brach der Nettogewinn um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar ein. Für 2026 plant Tesla Investitionsausgaben von über 20 Milliarden Dollar. Die Aktie notiert aktuell rund 8 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und liegt deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt — die hohe Bewertung lässt wenig Spielraum für Rückschläge.
Der 21. März wird zeigen, wie konkret Teslas Halbleiterpläne tatsächlich sind: Standort, Zeitplan und Umfang werden die erste belastbare Grundlage liefern, auf der Investoren und Branchenbeobachter Terafab bewerten können.
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