Tesla Aktie: Zwei starke Signale

Tesla verzeichnet starkes Absatzwachstum in China und erhält eine Lizenz für den britischen Strommarkt, während Analysten die langfristige Profitabilität der neuen Geschäftsfelder diskutieren.

Die Kernpunkte:
  • Absatz in China steigt um 91 Prozent
  • Lizenz für Stromversorgung in Großbritannien erteilt
  • Energiebereich wächst um 27 Prozent
  • Analystenmeinungen zu Tesla bleiben gespalten

Tesla meldet im Februar einen Absatzsprung in China — und sichert sich gleichzeitig eine Lizenz für den britischen Strommarkt. Beide Entwicklungen zeigen, dass das Unternehmen seinen Kurs als integrierte Energieplattform konsequent verfolgt, auch wenn der Gegenwind auf beiden Feldern spürbar bleibt.

China: Starkes Wachstum mit einem Vorbehalt

Die Zahlen für Februar sind beeindruckend: Teslas Shanghaier Gigafactory lieferte rund 58.600 Fahrzeuge aus — ein Plus von 91 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Model Y führte die Absatzliste mit über 41.000 Einheiten an. Teslas Marktanteil im chinesischen Markt für reine Elektrofahrzeuge stieg auf 13,74 Prozent, den höchsten Wert seit April 2024.

Einschränkend gilt: Im Februar 2025 hatte Tesla die Produktion für Werksumrüstungen vorübergehend gedrosselt, was die Vergleichsbasis deutlich absenkt. Dennoch ist es der vierte Monat in Folge mit positivem Jahresvergleich.

Der Wettbewerb bleibt hart. Geely’s Xingyuan war im Februar das meistverkaufte Auto in China, noch vor Tesla und BYD. Im Januar hatte Xiaomis YU7 das Model Y vom Spitzenplatz verdrängt. Chinesische Hersteller punkten zunehmend mit günstigeren Preisen und größerem Funktionsumfang. BYD überholte Tesla 2025 erstmals auf Jahresbasis als weltgrößter Elektroautobauer.

Großbritannien: Strom als neues Geschäftsfeld

Parallel dazu erhielt Tesla Energy Ventures vom britischen Energieregulator Ofgem eine Lizenz zur Stromversorgung für Haushalte und Unternehmen in England, Wales und Schottland — gültig ab dem 11. März. Der Genehmigungsprozess dauerte sieben Monate und war nicht frei von politischen Spannungen: Einige Parlamentarier widersetzten sich dem Antrag, unter anderem wegen Musks Nähe zur Trump-Administration.

Das geplante Geschäftsmodell orientiert sich am Texas-Vorbild: Tesla-Kunden können ihre Fahrzeuge und Powerwall-Batterien zu günstigen Nebenzeiten laden und überschüssige Energie ins Netz einspeisen. In Großbritannien fahren laut dem Preisvergleichsportal Uswitch bereits mehr als 250.000 Tesla-Fahrzeuge — eine Ausgangsbasis, auf der das Unternehmen aufbauen kann.

Branchenbeobachter warnen allerdings vor schwierigen Rahmenbedingungen. Adam Bell, ehemaliger Leiter für Energiepolitik im britischen Wirtschaftsministerium, beschreibt den Markt als stark reguliert mit minimalen Margen. Zudem hat Tesla zunächst nur eine Stromzulassung beantragt, keine kombinierte Gas-und-Strom-Lizenz.

Geteilte Analystenmeinungen

Das Gesamtbild für 2025 war durchwachsen: Die globalen Auslieferungen sanken um rund neun Prozent, der US-Marktanteil fiel auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Auf der Gegenseite wuchs der Energiebereich deutlich — der Umsatz aus Energieerzeugung und -speicherung stieg um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar. Die Zahl aktiver FSD-Nutzer erhöhte sich um 38 Prozent auf 1,1 Millionen.

Unter den 41 von MarketBeat erfassten Analysten reichen die Kursziele von 25 bis 600 US-Dollar, der Konsens liegt bei rund 407 Dollar mit einer Halteempfehlung. Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 416,90 Euro.

Die China-Erholung und die britische Energielizenz liefern kurzfristig positive Impulse. Ob Teslas Bewertung langfristig durch das Energie- und Autonomiegeschäft getragen werden kann, hängt davon ab, wie schnell diese Segmente profitabel skalieren — eine Frage, die spätestens mit den Quartalszahlen für das erste Halbjahr 2026 konkreter beantwortet werden dürfte.

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