Tesla: Doppelspitze von Musk gut für´s Unternehmen?

Die Palastrevolte bei Tesla blieb aus. Auf der gestrigen Hauptversammlung hatte ein privater Anleger, der nur über wenige Aktien des E-Auto-Herstellers verfügt, einen brisanten Antrag gestellt. Denn er wollte, dass Tesla-Chef Elon Musk seine Doppelrolle im Unternehmen aufgibt und den Aufsichtsratsvorsitz niederlegt.

Bislang ist er sowohl Chef des Aufsichtsgremiums als auch CEO. Für den Antragsteller sind dies eine zu große Machtkonzentration und ein Risiko für die weiteren Geschäftsperspektiven.

Es gibt weitere Zweifler

Dass er damit allerdings keine Mehrheit bei den anderen Aktionären fand, war letztlich keine Überraschung. Denn neben Musk, der selbst 20 % an Tesla besitzt, gibt es noch zu viele Bewunderer, die in ihm einen industriellen Visionär sehen. Dennoch brachte die Abstimmung eine interessante Erkenntnis. Denn auch der norwegische Staatsfonds, seines Zeichens weltgrößter Fonds, stimmte für eine teilweise Entmachtung. Allerdings hält der Fond nur 0,48 % der Tesla-Aktien.

Tesla muss endlich liefern

Nun wird es darauf ankommen: Musk muss zeigen, dass er neben seinen vielen Visionen und Träumen auch den harten Unternehmensalltag endlich meistern kann. Das gilt insbesondere für die anhaltenden Produktionsprobleme beim Modell 3. Diese hatten in den vergangenen Monaten dazu geführt, dass die Aktie von Tesla zeitweise extrem unter Druck geriet. Hinter vorgehaltener Hand wurde sogar das Wort Insolvenz genannt.

Aktuell hat sich die Situation zwar etwas beruhigt. Doch die Probleme bleiben und damit auch das Risiko neuer Abschläge. Ob Musk und seine Jünger in der Lage sind, hier im Markt wieder das nötige Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.

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