Tesla: Droht hier der herbe Absturz?

Die Aktie des amerikanischen Elektrofahrzeugherstellers Tesla musste gestern deutlich Federn lassen. Zwar fielen die Verluste des Konzerns im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres geringer aus als von Analysten im Vorfeld erwartet. Dennoch war das Minus nicht übersehbar.

© Tesla
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Tesla mit größeren Verlusten

Unter dem Strich musste der Konzern nach einem Verlust von 154,2 Mio. Dollar im Vorjahresquartal jetzt ein Minus von 282,3 Mio. Dollar ausweisen. In den ersten drei Monaten lieferte das Unternehmen rund 15.000 Fahrzeuge an die Kunden aus, im laufenden Quartal sollen es 17.000 Fahrzeuge sein. Beim Umsatz verzeichnete Tesla ein Plus von 15% auf 1,03 Mrd. Dollar.

Aber es gibt auch Probleme mit der Produktion des SUV Model X, hier sei man immer noch zu langsam. Bei den Fahrzeugbestellungen müssen sich die Amerikaner jedoch nicht verstecken.

Vorstand mit hoch gesteckten Zielen

Für das Model S konnte Tesla ein Plus von 45% im Jahresvergleich erzielen. Für das neue Model 3 verzeichnete der Konzern im Zeitraum von einer Woche 325.000 Reservierungen. Der neue Fahrzeugtyp soll 2017 auf den Markt kommen. Hierfür wurde Zulieferern eine Frist zum 01. Juli 2017 gesetzt, um ihre Teile liefern zu müssen. Im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres will Tesla dann 100.000 bis 200.000 Fahrzeuge dieses Models bauen.

Überhaupt scheint die Konzernführung das Thema Wachstum ganz vorn auf der Agenda stehen zu haben. Denn man will bereits 2018 die Marke von 500.000 Fahrzeugen erreichen, zwei Jahre früher als bislang geplant. Spätestens 2020 soll dann die Marke von 1 Mio. erreicht sein.

Die Analysten der UBS blieben hiervon unbeeindruckt. In der Folge blieben sie bei ihrer Verkaufsempfehlung, wenngleich auch mit einem höheren Kursziel von 160 Dollar.

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