Tesla muss jetzt langsam liefern

Der US-Autobauer Tesla hat derzeit mit einigen Problemen zu kämpfen. Durch mehrere Unfälle in den vergangenen Monaten ist das Autopilotsystem in die Kritik geraten. Doch für Investoren ist vor allem heikel, dass der Elektroauto-Pionier weder schwarze Zahlen präsentieren, noch große Fortschritte bei den Absatzzahlen vermelden kann. Die Aktie hat weiterhin enormes Potenzial – aber dafür sollten jetzt mal positive Nachrichten in den Vordergrund rücken.

© Tesla
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In Deutschland wurde zuletzt Kritik an Tesla und ihrem Autopilotsystem laut. Bei zwei tödlichen Unfällen in den USA und China sowie leichteren Auffahrunfällen in der Schweiz und in Norddeutschland war jeweils der Autopilot eingeschaltet.

Die deutsche Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sieht, wie der Spiegel berichtete, eine Verkehrsgefährdung durch den Autopiloten. Alleine die Bezeichnung sei schon irreführend, aber auch einige Sensoren und Funktionen seien nicht optimal. Teslas Europachef, Willem Haitink, bestätigte in einem Interview mit der Welt am Sonntag jedoch, dass die Unfälle keinerlei negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Assistenzsystemen hätten.

Konkurrenz von Tesla wacht auf

Die Unfälle mit Autopiloten beschäftigen vor allem die Öffentlichkeit, Investoren sorgen sich darüber hinaus über die Absatzzahlen und die Zahlungskraft von Tesla. Zwar hat das US-Unternehmen im dritten Quartal 24.500 Autos und somit 70 Prozent mehr als im Vorjahr produziert. Ob Tesla die gesetzten Marken von 500.000 Fahrzeugen in 2018 und einer Million produzierter Autos in 2020 wirklich erreichen kann, ist derzeit völlig unklar. Tesla-Chef Elon Musk setzt dafür vor allem auf das kommende Massenprodukt Model 3.

Einige Experten sehen für den Konzern eine düstere Zukunft voraus. Denn vor allem die in Sachen Elektroautos lange im Dornröschenschlaf befindliche Konkurrenz wacht so langsam auf. Sollten die etablierten Autobauer wie BMW, Daimler und Co. mit ihren Batterien wirklich bald konkurrenzfähige Reichweiten erzielen, können diese deutlich effizienter produzieren und Preise vorgeben.

Tesla-Aktie braucht neue Impulse – vielleicht schon kommende Woche?

Seit Monaten befindet sich die Tesla-Aktie in einem Seitwärts- bzw. leichten Abwärtstrend. Die Sorgen von deutschen Behörden interessieren den US-Autobauer zwar nicht wirklich. Dennoch wären weitere Unfälle mit dem Autopilotsystem natürlich nicht von Vorteil. Was der Titel jetzt braucht sind vor allem gute Nachrichten. Vielleicht kommen diese schon Anfang der nächsten Woche? In einem rätselhaften Tweet hat Elon Musk für den 17. Oktober die Enthüllung eines überraschenden Produktes angekündigt.

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