Texas Instruments Aktie: Zitterpartie an den Märkten

US-Gericht kippt Trumps Strafzölle, doch verschärfte China-Restriktionen und ausstehende Supreme-Court-Entscheidung sorgen für anhaltende Unsicherheit bei Halbleiterfirmen wie Texas Instruments.

Die Kernpunkte:
  • Berufungsgericht erklärt Trumps Zölle für rechtswidrig
  • Handelsministerium verschärft China-Restriktionen für Chiphersteller
  • Texas Instruments übertrifft Quartalserwartungen deutlich
  • Aktie zeigt überkaufte Signale bei regulatorischen Risiken

Ein US-Berufungsgericht kippt Trumps Strafzölle – doch die Erleichterung bei Halbleiterfirmen wie Texas Instruments bleibt aus. Denn gleichzeitig verschärft das Handelsministerium die Restriktionen für ausländische Chiphersteller in China. Steht die Branche vor dem nächsten Handelskrieg?

Gerichtsurteil mit Sprengkraft

In einer wegweisenden Entscheidung erklärte ein US-Berufungsgericht am Freitag weite Teile der von Ex-Präsident Trump verhängten „Liberation Day“-Zölle für rechtswidrig. Das Gericht urteilte, dass der Präsident seine Notstandsbefugnisse überschritten habe. Doch die eigentliche Überraschung: Die Vollstreckung des Urteils wurde bis zum 14. Oktober ausgesetzt – Zeit genug für die Regierung, beim Supreme Court Berufung einzulegen.

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Diese Schwebezeit bedeutet pure Unsicherheit für Unternehmen wie Texas Instruments, die auf stabile globale Lieferketten angewiesen sind. Eine McKinsey-Studie hatte bereits die erheblichen Risiken von US-Zöllen für den Halbleitersektor aufgezeigt.

Doppelschlag aus Washington

Parallel zum Gerichtsurteil zog das Handelsministerium die Schraube weiter an: Spezielle Genehmigungen für ausländische Chipkonzerne wie Samsung und SK Hynix in China wurden widerrufen. Künftig benötigen diese Lizenzen für ihre chinesischen Operationen – Neubauten oder Technologie-Upgrades werden nicht mehr genehmigt.

Diese Maßnahme trifft nicht nur die betroffenen Unternehmen, sondern könnte auch amerikanische Ausrüstungslieferanten in Mitleidenschaft ziehen und damit die gesamte Halbleiter-Lieferkette unterbrechen.

Texas Instruments zwischen den Fronten

Der Chipriese verfolgt derweil unbeirrt seine Strategie: Über 60 Milliarden Dollar investiert das Unternehmen in sieben US-Fabriken, unterstützt durch bis zu 1,6 Milliarden Dollar direkte Fördergelder aus dem CHIPS Act. Bis 2030 will TI über 95 Prozent seiner Produktion im eigenen Haus stemmen.

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen die Stärke dieses Ansatzes: Ein Gewinn von 1,41 Dollar je Aktie bei Umsätzen von 4,45 Milliarden Dollar übertraf die Erwartungen deutlich. Dazu kommt eine disziplinierte Kapitalrückführung – 5,7 Milliarden Dollar flossen 2024 an Aktionäre.

Doch kann diese solide Fundamentaldaten die regulatorischen Stürme auffangen? Die Aktie notiert nach leichten Verlusten am Freitag bei 173,10 Euro und zeigt mit einem RSI von 73,8 überkaufte Signale.

Die kommenden Wochen bis zur Entscheidung des Supreme Courts werden zeigen, ob Texas Instruments seine Hausmacht gegen die globalen Handelskonflikte behaupten kann.

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