Thales Aktie: Irland-Auftrag zündet nicht?
Der Konzern meldete einen Radarauftrag für Irland, beschloss 1,05 Euro Zwischendividende und erweiterte seine KI-Partnerschaft mit Google Cloud.

- Fünf Radarsysteme für Irland vorgesehen
- Erste Auslieferungen ab 2027 geplant
- Zwischendividende von 1,05 Euro beschlossen
- Thales-Aktie verlor am Freitag 0,6 Prozent
Gestern gab der Rüstungs- und Technologiekonzern Thales einen Vertrag zwischen dem irischen Verteidigungsministerium und der französischen Beschaffungsbehörde DGA bekannt.
Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von vier Luftraumüberwachungsradaren des Typs Ground Master 400 Alpha sowie eines Systems vom Typ Ground Master 200 Multi Mission All-in-one. Erste Lieferungen der Radaranlagen an die irischen Streitkräfte sind für das Jahr 2027 vorgesehen.
Mit dem Auftrag baut das französische Unternehmen die Präsenz seiner Radarsparte weiter aus. Die Ground-Master-Reihe ist für die Erfassung von Bedrohungen im Luftraum über weite und mittlere Distanzen konzipiert. Die Beschaffung über die staatliche französische Rüstungsagentur DGA unterstreicht die zwischenstaatliche Kooperation bei der europäischen Luftraumüberwachung.
Zwischendividende und Technologiepartnerschaften
Neben dem operativen Auftragseingang fasste der Verwaltungsrat am Mittwoch einen Beschluss zur Aktionärsvergütung. Für das Geschäftsjahr 2026 schüttet das Unternehmen eine Zwischendividende von 1,05 Euro je Aktie in bar aus. Als Ex-Dividenden-Tag legte das Gremium den 2. Dezember 2026 fest, die Auszahlung an die Aktionäre folgt am 4. Dezember 2026.
Parallel dazu treibt der Konzern seine technologische Ausrichtung im Bereich der künstlichen Intelligenz voran. Am Montag kündigte Thales eine erweiterte Zusammenarbeit mit Google Cloud an.
Ziel der Partnerschaft ist es, Schutz- und Kontrollfunktionen für automatisierte KI-Arbeitsabläufe bereitzustellen. Die gemeinsamen Sicherheitsarchitekturen sollen den Datenzugriff regeln, die Weitergabe von Informationen begrenzen und die Handlungen autonomer Software-Agenten absichern.
Auch im Bereich der Infrastruktur schuf das Unternehmen im September neue Kapazitäten. Auf dem Campus in Bordeaux nahm Thales ein Zentrum für Flugsicherheit in Betrieb, das für Schulungen, Technologiedemonstrationen und den Austausch operativer Erfahrungen genutzt wird.
Im dänischen Ballerup eröffnete der Konzern zudem gemeinsam mit den dänischen Streitkräften und der Beschaffungsbehörde DALO ein Labor zur Weiterentwicklung kritischer Kommunikationstechnik.
Aktie verharrt unter Jahreshoch
An den Finanzmärkten konnte der neue Rüstungsauftrag den Kurs am Freitag nicht beflügeln. Die Thales-Aktie beendete den Handelstag mit einem Abschlag von 0,6 Prozent bei 224,10 Euro. Damit bleibt das Papier weiterhin rund 20 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch entfernt, das Anfang Oktober bei 279,30 Euro markiert worden war.
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