Thunder Tiger Aktie: Blue UAS-Zertifizierung fürs Pentagon
Taiwanesischer Drohnenhersteller erobert mit neuer Zertifizierung und KI-Kooperation den US-Markt.

- Kooperation mit Elan Microelectronics
- Neue Angriffsdrohne Papa Delta
- Erste asiatische Blue-UAS-Zertifizierung
- Barkapitalerhöhung bringt Milliardenzufluss
Ein taiwanesischer Drohnenhersteller legt den Turbo ein. Thunder Tiger notiert am Montag bei 142 TWD — ein Plus von 9,65 Prozent. Allein in den letzten sieben Tagen geht es um über zehn Prozent nach oben. Was steckt hinter dem Kurssprung?
Partnerschaft mit Elan Microelectronics
Das Unternehmen hat ein Memorandum of Understanding mit Elan Microelectronics unterzeichnet. Die beiden Firmen wollen gemeinsam KI-Steuerung, Bilderkennung und Kommunikationstechnologien für Drohnen entwickeln. Für Thunder Tiger bedeutet das: ein Schritt über die reine Systemintegration hinaus.
Parallel dazu arbeitet Thunder Tiger an einem neuen Waffensystem. Die Angriffsdrohne „Papa Delta“ ähnelt der Shahed-Loitering-Munition. Das System soll Taiwans Bedarf an weitreichenden Angriffskapazitäten decken. Eine Massenproduktion steht in naher Zukunft an. Die Drohne kann nach Angaben des Unternehmens Personal, gepanzerte Fahrzeuge oder Gebäude angreifen.
Blaues Zertifikat fürs Pentagon
Thunder Tiger ist das erste asiatische Unternehmen mit der Blue UAS Cybersecurity-Zertifizierung des US-Verteidigungsministeriums. Jetzt ist die Firma in die zweite Phase des US Drone Dominance Program aufgerückt. Hinzu kommen Kooperationen mit Auterion und Shield AI — zwei US-Firmen, die auf autonome Systeme spezialisiert sind.
Thunder Tigers Stärke liegt in der Hardware. Die Software überlässt der Konzern den Partnern. Das scheint zu funktionieren: Die USA verlangen strenge Cybersicherheit und Lieferketten-Kontrollen.
Finanziert, aber nicht billig
Im Juni 2026 schloss Thunder Tiger eine Barkapitalerhöhung ab. Über eine Milliarde NT-Dollar flossen in die Kasse. Das Geld dürfte für die Expansion reichen.
Vorsicht ist dennoch angebracht. Mit 46 Prozent annualisierter Volatilität gehört die Aktie zu den heißen Eisen. Der RSI von 57,7 zeigt: Die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft. Das 52-Wochen-Hoch bei 164 TWD liegt noch 13 Prozent entfernt.
Am 8. Juni markierte die Aktie ihr Jahrestief bei 123 TWD. Seither geht es steil nach oben. Ob Thunder Tiger den Schwung in operative Erfolge umsetzt, zeigen die nächsten Quartalszahlen.
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