Thunder Tiger Aktie: Drohnensparte wird aufgespalten
Thunder Tiger verzeichnet einen deutlichen Kursrückgang nach einer starken Rally. Der Konzern treibt die Aufspaltung seiner Drohnensparte und die Unabhängigkeit von China voran.

- Aktie korrigiert nach 71-Prozent-Rally
- Drohnensparte wird aufgespalten
- Produktion ohne chinesische Teile
- Kapitalerhöhung über eine Milliarde NT-Dollar
Thunder Tiger erlebt einen jähen Absturz. Nach einer Kursexplosion von 71,76 Prozent innerhalb von 30 Tagen korrigiert das Papier am Freitag massiv. Der Rückgang um 9,88 Prozent markiert das Ende einer beispiellosen Rally.
Aufspaltung der Drohnensparte
Das Management reagiert mit einem Umbau auf die veränderte Marktlage. Der Vorstand spaltet die Drohneneinheit in spezialisierte Firmen für Flugmotoren und Abwehrsysteme auf. Dieser Schritt soll die Position im Verteidigungssektor festigen. Parallel dazu bereitet Thunder Tiger neue Modelle für das Jahr 2026 vor.
Unabhängigkeit von China
Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist die Lieferkette. Thunder Tiger setzt konsequent auf eine Produktion ohne chinesische Komponenten. Das macht die Technik für westliche Regierungen attraktiv. In Ohio läuft bereits die Massenfertigung von Hochleistungs-Drohnenmotoren auf automatisierten Linien.
Der Erfolg in den USA wird sichtbar. Die Drohne „Overkill FPV“ besitzt bereits die Cybersecurity-Zertifizierung des US-Verteidigungsministeriums. Das Unternehmen hat ferner Tests für das „US Drone Dominance Program“ bestanden. Damit öffnet sich die Tür für Beschaffungen durch das US-Militär.
Milliarden-Spritze für das Wachstum
Die Expansion kostet viel Kapital. Zur Finanzierung plante das Management eine Barkapitalerhöhung über eine Milliarde NT-Dollar. Diese Mittel fließen direkt in den Ausbau der Standorte in Taiwan und den USA.
Anleger blicken nun auf die Umsetzung der neuen Struktur. Der Kurs notiert mit 219 TWD deutlich unter dem jüngsten Hoch. Die operative Umsetzung der US-Militärprojekte entscheidet nun über die weitere Bewertung.
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