Thunder Tiger Aktie: Vier Systeme in Warschau

Taiwanesischer Drohnenbauer Thunder Tiger präsentiert vier neue Systeme in Warschau und setzt auf NATO-Kompatibilität als Schlüssel zum europäischen Markt.

Die Kernpunkte:
  • Vier neue Drohnensysteme vorgestellt
  • Fokus auf NATO-Kompatibilität
  • US-Zertifizierung für Overkill FPV
  • Aktie mit deutlichem Wochenplus

Der taiwanesische Drohnenhersteller Thunder Tiger hat auf der Taiwan Expo Europe in Warschau vier neue unbemannte Systeme präsentiert. Die Botschaft ist klar: Europa steht im Fokus.

Das Unternehmen zeigte Angriffsdrohnen, Abwehrsysteme und Langstreckenvarianten. Die „Overkill FPV“ besitzt bereits die US Blue UAS-Zertifizierung und hat Tests im Pentagon-Programm bestanden. Eine glasfasergeführte FPV-Drohne soll immun gegen elektronische Kriegsführung sein. Dazu kommt der „Overkill Interceptor“ zur schnellen Abwehr feindlicher Drohnen.

NATO-Kompatibilität als Trumpf

Die Starrflügel-Drohne „PAPADELTA“ (PD-136) setzt auf einen firmeneigenen 250-ccm-Benzinmotor. Sie ist für Aufklärungs- und Angriffsmissionen ausgelegt. Die „SeaShark“-Serie integriert das autonome „Hivemind“-System von Shield AI – das ermöglicht koordinierte Einsätze mit verbündeten Streitkräften.

General Manager Gene Su betont die Priorität europäischer Kunden: Systeme ohne chinesischen Ursprung, kompatibel mit NATO-Befehlsstrukturen. Ein klares Verkaufsargument in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen.

Der Ukraine-Krieg hat die Nachfrage nach Drohnen befeuert. Thunder Tiger will sich hier positionieren. Frühere Kooperationen mit US-Firmen wie Auterion zeigen die strategische Richtung.

Die Aktie notiert bei 154,50 TWD. Der Kurs legte in den letzten sieben Tagen um 20,21 Prozent zu. Der RSI von 74,8 signalisiert eine überkaufte Tendenz – bei einer annualisierten Volatilität von 58 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 169,50 TWD.

Die Präsentation in Warschau ist erst der Anfang. Thunder Tiger setzt auf nicht-chinesische Lieferketten und NATO-Standards – ein Wettbewerbsvorteil, der in Europa zunehmend Gewicht bekommt. Bleibt abzuwarten, ob daraus konkrete Aufträge folgen.

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