Thyssenkrupp Aktie: 2,46 Milliarden aus Kone-Deal
Thyssenkrupp verbessert das operative Ergebnis durch Kostensenkungen, leidet aber unter rückläufigen Erlösen. Der Fokus liegt auf dem Wert der Beteiligungen.

- Operatives Ergebnis steigt trotz Umsatzminus
- Umsatzprognose für das Jahr gesenkt
- Kone-Deal verspricht Milliardenzufluss
- Analysten sehen Potenzial in Beteiligungen
Thyssenkrupp liefert ein widersprüchliches Signal. Das Sparprogramm stützt das Ergebnis, der Umsatz schwächelt weiter. Für die Aktie zählt nun vor allem, ob der Konzern aus Beteiligungen und Umbauplänen mehr Wert heben kann.
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 10,76 Euro. Auf Monatssicht liegt sie knapp 22 Prozent im Plus, im Wochenvergleich dagegen leicht im Minus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Kosten helfen, Nachfrage bremst
Im zweiten Geschäftsquartal zeigte sich der Effekt der Sanierung klar. Das bereinigte EBIT stieg auf 198 Millionen Euro, obwohl der Umsatz um 2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro fiel.
Das Management hält an den wichtigsten Jahreszielen fest. Beim Umsatz wurde die Prognose jedoch gesenkt. Statt Wachstum oder Stabilität rechnet Thyssenkrupp nun mit minus 3 bis 0 Prozent.
Der Free Cashflow vor M&A bleibt ein Schwachpunkt. Für das Geschäftsjahr bis Ende September 2026 erwartet der Konzern weiter einen Abfluss von bis zu 600 Millionen Euro. Das zeigt, wie teuer der Umbau noch ist.
TK Elevator rückt nach vorn
Ein wichtiger Werttreiber liegt nicht im laufenden Geschäft. Thyssenkrupp hält noch gut 16 Prozent an TK Elevator. Der geplante Kone-Deal bewertet den Aufzughersteller mit 29,4 Milliarden Euro.
Für Thyssenkrupp könnte daraus ein spürbarer Mittelzufluss entstehen. Vorgesehen sind 810 Millionen Euro in bar sowie neue Kone-Aktien im Wert von bis zu 2,46 Milliarden Euro. Daraus ergäbe sich ein Anteil am fusionierten Konzern.
Der Deal braucht noch die Zustimmung der Behörden. Ein Vollzug wird frühestens im zweiten Quartal 2027 erwartet. Bis dahin bleibt der Anteil ein Bewertungshebel, aber noch kein kurzfristiger Kassenbeitrag.
Analysten lesen die Zahlen unterschiedlich
JPMorgan hob das Kursziel von 10,10 auf 11,80 Euro an. Die Einstufung bleibt „Neutral“. Analyst Dominic O’Kane verweist vor allem auf den höheren Wert des TK-Elevator-Anteils.
Jefferies bleibt optimistischer und sieht das Kursziel bei 13 Euro. Die Citigroup nennt als mögliche Treiber die geplante Abspaltung von Material Services und die spätere Monetarisierung des Aufzuganteils.
Im Stahlgeschäft geht der Umbau weiter. Thyssenkrupp und Jindal Steel International haben Gespräche über eine mögliche Transaktion pausiert. Das Management verweist auf Fortschritte bei Steel Europe und bessere Rahmenbedingungen in Europa.
Marine Systems liefert derweil den stabileren Kontrast. Die Sparte profitiert von hoher Verteidigungsnachfrage und einem Auftragsbestand von 20 Milliarden Euro. Für die Aktie bleibt damit ein klares Muster: operative Disziplin trägt, echter Spielraum entsteht aber erst durch Portfolio-Schritte und den Kone-Deal.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 15. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




