Thyssenkrupp Aktie: 7. August entscheidet über Spin-off

Thyssenkrupp treibt die Abspaltung von tk accelis voran. Analysten bewerten den Schritt unterschiedlich, während die Aktie im Konsolidierungsmodus verharrt.

Die Kernpunkte:
  • Aufsichtsrat stimmt Spin-off zu
  • 49 Prozent an tk accelis für Aktionäre
  • Jefferies bullish, JPMorgan neutral
  • Aktie zeigt sich stabil über 50-Tage-Linie

Thyssenkrupp baut den Konzern radikal um. Die Werkstoff- und Lieferkettensparte tk accelis soll an die Börse gehen, was den Kapitalmarkt zu einer Neubewertung zwingt. Die Meinungen der Analysten driften dabei weit auseinander.

Der Aufsichtsrat hat dem Plan des Vorstands bereits zugestimmt. Thyssenkrupp will einen 49-prozentigen Anteil von tk accelis an die eigenen Aktionäre übertragen und das Papier in Frankfurt listen lassen. Die Mehrheit behält der Mutterkonzern.

Die Dimensionen der Abspaltung sind gewaltig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte tk accelis einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro. Rund 15.500 Beschäftigte arbeiten für die Sparte.

Analysten bewerten den Umbau

Die Investmentbank Jefferies lobt den strategischen Kurs. Analyst Tommaso Castello belässt die Aktie auf „Buy“ mit einem Kursziel von 13 Euro. Er sieht den Schritt als konsequente Weiterentwicklung zur Holdinggesellschaft, bei der die tk-accelis-Bewertung eine Prämie gegenüber ähnlichen Firmen enthalte.

JPMorgan bewertet die Situation deutlich zurückhaltender. Analyst Dominic O’Kane sieht den geplanten Börsengang zwar als wichtigen Meilenstein, belässt die Einstufung aber auf „Neutral“. Das Kursziel setzt die US-Bank auf 11,80 Euro. Kurz gesagt: Die Skepsis bleibt.

Aktie im Konsolidierungsmodus

An der Börse reagieren Investoren vorerst abwartend. Die Thyssenkrupp-Aktie notiert aktuell bei 10,94 Euro und verliert auf Tagessicht leicht. Seit Jahresanfang steht dennoch ein solides Plus von gut 13 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der mittelfristige Trend spricht für den Industriekonzern. Der Kurs hält sich stabil über der 50-Tage-Linie von 10,32 Euro. Auch den längerfristigen 200-Tage-Durchschnitt lässt das Papier hinter sich.

Die formelle Entscheidung über den Börsengang fällt im Sommer. Am 7. August 2026 stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung über die Abspaltung ab. Gibt es grünes Licht, muss Thyssenkrupp beweisen, dass die Einzelteile des Konzerns tatsächlich mehr wert sind als das bisherige Ganze.

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