Thyssenkrupp Aktie: 7 Prozent Rutsch auf 10,31 Euro

Thyssenkrupp verliert nach Stopp eines Fregattenauftrags fast sieben Prozent. BlackRock reduziert Anteile, während der Konzernumbau voranschreitet.

Die Kernpunkte:
  • Aktie bricht um fast sieben Prozent ein
  • F-126-Fregattenprojekt endgültig gestoppt
  • BlackRock reduziert Beteiligung leicht
  • KI-Allianz mit Hitachi-Tochter GlobalLogic

Thyssenkrupp träumt von der digitalen Fabrik. Die Realität an der Börse sieht allerdings anders aus. Ein geplatzter Rüstungsauftrag schickte die Papiere am Freitag auf Talfahrt.

Die Aktie brach um fast sieben Prozent ein. Zum Handelsschluss stand ein Kurs von 10,31 Euro auf der Anzeigetafel. Auslöser war eine bittere Nachricht aus dem Rüstungsgeschäft. Das F-126-Fregattenprojekt mit Thyssenkrupp-Beteiligung ist endgültig gestoppt. Parallel dazu reduzierte der Vermögensverwalter BlackRock seine Anteile leicht.

KI-Pakt mit Hitachi

Im Schatten dieser Meldung ging eine wichtige strategische Weichenstellung fast unter. Der Industriekonzern schließt eine Allianz mit der Hitachi-Tochter GlobalLogic. Das Ziel: Die Fabriken sollen durch künstliche Intelligenz effizienter arbeiten. Thyssenkrupp nennt diesen Ansatz „Physical AI“. Datenströme sollen direkt in messbare Erträge fließen und die Energiewende beschleunigen.

Abspaltung rückt näher

Abseits der Digitalisierung baut das Management den Konzern radikal um. Die Werkstoffsparte tk accelis steht vor der Trennung. Der Bereich generiert einen zweistelligen Milliardenumsatz und beschäftigt tausende Mitarbeiter. Am 7. August stimmt eine außerordentliche Hauptversammlung über den Plan ab. Ein Minderheitsanteil von 49 Prozent soll noch dieses Jahr an die Börse.

Technisch nähert sich die Aktie nun einer kritischen Marke. Trotz des Rückschlags behauptet das Papier seit Januar ein Plus von 6,60 Prozent. Die langfristige Durchschnittslinie bei 10,02 Euro dient jetzt als zentrale Unterstützung. Am 13. August präsentiert Thyssenkrupp die nächsten Quartalszahlen. Spätestens dann fordern Investoren konkrete Fortschritte beim Konzernumbau.

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