Thyssenkrupp Aktie: Asien-Deal gelandet!

Thyssenkrupp Uhde erhält von POSCO einen Großauftrag für emissionsarme Kokereitechnik. Der Konzern treibt parallel die Dekarbonisierung im Stammwerk Duisburg voran, während die Aktie unter Importdruck leidet.

Die Kernpunkte:
  • Großauftrag für emissionsarme Koksofen-Technologie in Südkorea
  • Konzern fokussiert auf Dekarbonisierung und Wasserstoff-Stähle
  • Aktienkurs notiert trotz operativer Erfolge deutlich im Minus
  • EU-Importbeschränkungen könnten Stahlsparte entlasten

Während der Aktienkurs von Thyssenkrupp auf Jahressicht zweistellig im Minus notiert, liefert das operative Geschäft greifbare Erfolge. Die Tochtergesellschaft Uhde hat sich einen bedeutenden Technologieauftrag des südkoreanischen Stahlriesen POSCO gesichert. Dieser Deal unterstreicht die wachsende Nachfrage nach emissionsarmer Industrietechnik. Er fällt in eine Phase, in der der Gesamtkonzern den Umbau zur Klimaneutralität massiv vorantreibt.

Emissionsarme Technik für Südkorea

Im Zentrum der Vereinbarung steht der Bau einer neuen Koksofenbatterie im POSCO-Stahlwerk in Pohang. Thyssenkrupp Uhde integriert dabei die hauseigene EnviBAT-Technologie. Dieses System reduziert die Emissionen während des Verkokungsprozesses durch intelligente Drucküberwachung erheblich. Das Projekt ersetzt eine veraltete Anlage aus den 1980er Jahren und umfasst zudem moderne Teerabscheide- sowie Gasreinigungsanlagen.

Der Zuschlag aus Asien passt zur aktuellen Ausrichtung des Industriekonzerns. Parallel zum internationalen Vertrieb treibt Thyssenkrupp das heimische Dekarbonisierungsprojekt in Duisburg voran. Dort hat im Februar der Aufbau des zentralen Direktreduktionsturms begonnen, der künftig bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO₂ jährlich einsparen soll. Passend dazu präsentiert die Stahlsparte auf der am kommenden Montag startenden Fachmesse Tube in Düsseldorf gezielt wasserstoffoptimierte Werkstoffe.

Diskrepanz zwischen Technologie und Börsenkurs

An der Börse spiegelt sich dieser technologische Fortschritt bislang kaum wider. Mit einem Schlusskurs von 8,54 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 12 Prozent. Das klassische Stahlgeschäft leidet weiterhin unter enormem Importdruck, was die operativen Erfolge der Tochtergesellschaften überschattet.

Wichtige Impulse für die fundamentale Entwicklung liefern die anstehenden Termine:

  • 13. bis 17. April 2026: Präsentation der H2-optimierten Stähle auf der Messe Tube.
  • Frühjahr 2026: Laufende EU-Triloge zur Kürzung der Stahl-Importquoten um 47 Prozent.
  • 1. Juli 2026: Angestrebtes Inkrafttreten der verdoppelten EU-Schutzzölle auf 50 Prozent.

Die anvisierte Verschärfung der europäischen Handelspolitik stellt den wichtigsten kurzfristigen Hebel für das Unternehmen dar. Setzt die EU die geplanten Importbeschränkungen und Schutzzölle wie vom Parlament gebilligt bis zum Sommer um, würde dies die Ertragslage der Kernsparte von Thyssenkrupp spürbar entlasten.

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