Thyssenkrupp Aktie: Der große Widerspruch

Thyssenkrupp fordert Abschwächung der EU-Klimazielen, während die Wasserstoff-Tochter Nucera Anleger begeistert. Die Aktie verzeichnet ein Plus von über 127% seit Jahresbeginn.

Die Kernpunkte:
  • Forderung nach Entschärfung des Emissionshandels
  • Milliardeninvestitionen in grüne Stahltransformation
  • Wasserstoff-Tochter Nucera befeuert Anlegerfantasien
  • Aktie mit über 127% Gewinn seit Jahresanfang

Während Thyssenkrupp in Brüssel frontal gegen die EU-Klimaziele kämpft und eine Abschwächung der Emissionsregeln fordert, feiert die Aktie beachtliche Gewinne. Dieser scheinbare Widerspruch offenbart den fundamentalen Zwiespalt, in dem der Industriegigant steckt: Abwehrkampf im Kerngeschäft versus Zukunftseuphorie bei Wasserstoff.

Frontalangriff auf Brüsseler Klimapläne

Der Stahlkonzern fordert unmissverständlich eine Entschärfung des europäischen Emissionshandels. Konkret geht es um:
* Eine langsamere Verknappung der CO₂-Verschmutzungsrechte
* Eine Verlängerung der Ausgabe von Zertifikaten
* Deutliche Entlastung bei den CO₂-Kosten

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Dieser Vorstoß kommt keinesfalls aus einer Position der Schwäche. Im Gegenteil: Thyssenkrupp investiert bereits Milliarden in die grüne Transformation seiner Stahlwerke. Die Forderung signalisiert vielmehr, wie enorm der finanzielle Druck durch die Klimavorgaben eingeschätzt wird.

Wasserstoff-Tochter befeuert Anlegerfantasie

Doch warum reagieren Investoren positiv auf diesen politischen Gegenwind? Die Antwort liegt in einer anderen Konzernsparte: Thyssenkrupp Nucera.

Gerüchte über einen möglichen Großauftrag für die Produktion von grünem Wasserstoff befeuern die Käuferstimmung. Obwohl sich das Projekt noch in früher Planung befindet, unterstreicht es das massive Potenzial des Wasserstoffgeschäfts. Hier zeigt sich der zweite Thyssenkrupp – der Technologiepionier statt des schwerfälligen Stahlriesen.

Zwischen Abwehrkampf und Aufbruchstimmung

Der Konzern vollführt einen bemerkenswerten Spagat. Während das traditionelle Stahlgeschäft um jede Erleichterung im regulatorischen Dickicht kämpft, entfaltet die Zukunftssparte Nucera ihre eigene Dynamik.

Diese Dichotomie spiegelt sich auch in der Kursperformance wider: Seit Jahresanfang legte die Aktie über 127% zu und notiert trotz jüngster Konsolidierung noch deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Volatilität von über 45% zeigt jedoch, wie emotional derzeit gehandelt wird.

Steht Thyssenkrupp vor der Quadratur des Kreises – gleichzeitig Klimapolitik bremsen und von der Energiewende profitieren zu wollen? Die Anleger scheinen vorerst zu glauben, dass beide Strategien nebeneinander bestehen können.

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