Thyssenkrupp Aktie: Fragwürdige Zukunftsperspektiven
Die Verhandlungen zum Verkauf der Stahlsparte stocken und sorgen für Ungewissheit. Trotz operativer Fortschritte in anderen Bereichen bleibt die Aktie unter Druck.

- Verzögerung bei Verkauf der defizitären Stahlsparte
- Ungewissheit für Beschäftigte und Konzernumbau
- Positive operative Entwicklung in anderen Geschäften
- Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief trotz Fortschritte
Der geplante Verkauf der Stahlsparte an den indischen Konzern Jindal Steel kommt nicht wie erhofft voran. IG-Metall-Vizechef Jürgen Kerner bestätigte am Freitag öffentlich, was viele Beobachter bereits vermuteten: Die Verhandlungen ziehen sich länger hin als geplant.
Verzögerung mit Folgen für die Belegschaft
Jindal Steel hatte bereits im September 2025 ein unverbindliches Übernahmeangebot für die seit Jahren defizitäre Stahlsparte vorgelegt. Seither wartet die Arbeitnehmerseite auf Antworten zu einem Fragenkatalog, den sie dem indischen Unternehmen zur Absicherung der Arbeitsplätze vorgelegt hatte. Die Beantwortung wurde mehrfach verschoben. Ein Thyssenkrupp-Sprecher bestätigte gegenüber Reuters lediglich, dass die Gespräche mit Jindal Steel International noch laufen — mehr nicht.
Für die Beschäftigten der Stahlsparte bedeutet das anhaltende Ungewissheit. Und für den Konzern selbst bedeutet es, dass einer der zentralen Umbau-Bausteine weiter offen bleibt.
Operative Fortschritte abseits des Stahls
Während die Stahlfrage ungelöst bleibt, liefert der Rest des Konzerns durchaus positive Signale. Die Rüstungssparte Marine Systems plant die Eröffnung eines Wartungs- und Servicezentrums in Singapur — ein Schritt, der die globale Präsenz im Pazifikraum stärkt. Die Wasserstofftochter thyssenkrupp nucera unterzeichnete einen Vertrag für eine FEED-Studie zu einem 260-Megawatt-Wasserstoffprojekt in Indien.
Auch die Quartalszahlen des ersten Geschäftsquartals 2025/2026 zeigen, dass das interne Effizienzprogramm APEX wirkt: Trotz eines Umsatzrückgangs von acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro stieg das bereinigte EBIT um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro. Morgan Stanley sieht auf dieser Basis weiteres Potenzial für eine steigende Profitabilität bis 2027.
Das Problem ist nur: Die Aktie spiegelt diese Fortschritte kaum wider. Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief und einem Minus von rund 27 Prozent allein in den vergangenen 30 Tagen signalisiert der Markt, dass die Verzögerungen beim Stahl-Deal schwerer wiegen als operative Verbesserungen anderswo. Solange keine Einigung mit Jindal in Sicht ist, dürfte der Titel unter Druck bleiben.
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