Thyssenkrupp Aktie: Goldman fällt unter 5-Prozent-Schwelle

Goldman Sachs fällt bei Thyssenkrupp unter die Meldeschwelle. Die Aktie erholt sich deutlich von ihrem Tief, während operative Daten gemischt ausfallen.

Die Kernpunkte:
  • Goldman-Anteil sinkt unter fünf Prozent
  • Aktie erholt sich rasant vom Tief
  • Auftragseingang steigt um 32 Prozent
  • Umsatz leicht rückläufig im Quartal

Die US-Investmentbank Goldman Sachs reduziert ihr Engagement beim Essener Industriekonzern. Aus einer Pflichtmitteilung geht hervor: Die Gesamtposition fiel von 5,35 auf 4,79 Prozent – und damit unter die relevante Meldeschwelle.

Der Schritt erfolgte bereits am 21. Mai, veröffentlicht wurde er am Freitag. Goldman hält nun noch 0,08 Prozent direkte Stimmrechte, der Rest entfällt auf derivative Instrumente wie Optionen, Swaps und Warrants. Eine kapitalmarktrechtliche Routinemeldung – die operative Lage des Konzerns ändert sich dadurch nicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?

Kurs erholt sich deutlich

Thyssenkrupp beendete die Woche bei 11,72 Euro – ein Plus von 1,21 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Gewinn von über acht Prozent. Die Aktie hat sich damit rasant von ihrem 52-Wochen-Tief bei 7,15 Euro erholt, das sie erst Ende März markierte. Vom Hoch bei 13,24 Euro aus Oktober 2025 trennen sie allerdings noch gut elfeinhalb Prozent. Der RSI liegt bei 62,2 Punkten – die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft, aber deutlich im Aufwind.

Operativ: Licht und Schatten

Die fundamentalen Eckdaten liefert der Halbjahresbericht vom 12. Mai. Der Auftragseingang kletterte im zweiten Quartal auf 10,6 Milliarden Euro – ein Plus von 32 Prozent im Jahresvergleich. Treiber waren Großaufträge bei Marine Systems, das einen Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro vorweisen kann.

Der Umsatz hingegen gab leicht nach, von 8,6 auf 8,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT verbesserte sich massiv von 19 auf 198 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr blieb stabil, lediglich die Umsatzerwartung wurde auf minus 3 bis 0 Prozent gesenkt.

Das Stahlgeschäft profitierte von niedrigeren Rohstoff- und Energiekosten sowie Restrukturierungseffekten. Bei Decarbon Technologies drückten projektbedingte Sonderkosten im Wasserstoffgeschäft der Tochter Nucera auf das Ergebnis.

Für Anleger sind nun zwei Dinge entscheidend: ob der jüngste Kursanstieg von weiterer operativer Bestätigung getragen wird – und wie der geplante Umbau des Konzerns zur Finanzholding voranschreitet. Die Goldman-Meldung liefert dafür keinen Anlass zur Sorge. Sie zeigt vor allem, dass ein großer Finanzakteur seine Positionierung anpasst – ob temporär oder strategisch, bleibt offen.

Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 30. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Thyssenkrupp