Thyssenkrupp Aktie: Goldman-Schwelle wieder geknackt?

Goldman Sachs überschritt mit Stimmrechten und Instrumenten erneut die Fünf-Prozent-Marke; der Duisburger Stahlumbau startet später.

Die Kernpunkte:
  • Gesamtposition steigt auf 5,01 Prozent
  • Instrumente stellen den größten Anteil
  • Stahl-Direktreduktionsanlage erst 2029 vorgesehen
  • Nucera-Anlage in Indien in Betrieb

Goldman Sachs hat gestern für Thyssenkrupp einen Schwellenübertritt zum Montag gemeldet: Die Gesamtposition aus Stimmrechten und Instrumenten stieg auf 5,01 %, nach zuvor 4,25 %. Damit lag die gemeldete Position wieder über der Fünf-Prozent-Schwelle.

Instrumente machen den größten Anteil aus

Auf Stimmrechte aus Aktien entfielen laut der Pflichtmitteilung 0,68 %, auf Instrumente 4,34 %. Die Gesamtposition ist damit nicht mit einer ebenso hohen direkten Aktienbeteiligung gleichzusetzen: Den größeren Anteil bilden die Instrumente.

Die Meldung folgt auf eine zuvor berichtete Verringerung der Gesamtposition. Goldman Sachs hatte für den 29. Oktober einen Rückgang von 5,08 % auf 4,25 % angezeigt. Der anschließend gemeldete Anstieg betrifft sowohl Aktien-Stimmrechte als auch Instrumente in ihrer Gesamtheit, nicht allein den Aktienbestand.

Operative Fortschritte und verzögerter Stahlumbau

Aus dem operativen Geschäft meldete die Konzerntochter Thyssenkrupp Nucera am Donnerstag die Inbetriebnahme einer Chlor-Alkali-Anlage in Indien. Auftraggeber ist Kutch Chemical Industries Limited. Nach Unternehmensangaben verfügt die Anlage über eine jährliche Produktionskapazität von 220.000 Tonnen Natronlauge.

Beim Duisburger Stahlprojekt soll die Direktreduktionsanlage dagegen erst 2029 statt 2027 in Betrieb gehen. Wie das Handelsblatt berichtet, bestätigte Thyssenkrupp Steel Europe die Verschiebung und führte sie im Wesentlichen auf die Engineeringphase zurück. Der aktualisierte EU-Förderbescheid berücksichtigt den späteren Start.

Für das Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel ist der Förderbescheid nach Angaben von Thyssenkrupp Steel bestandskräftig. Das Unternehmen bereitet eine neue Wasserstoffausschreibung vor.

Als nächster bestätigter Berichtstermin steht der 8. Dezember 2026 an. Thyssenkrupp hat für diesen Tag die Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts 2025/2026 sowie eine Jahrespressekonferenz und eine Analysten- und Investorenkonferenz angekündigt.

Anzeige

Stand heute, 7. November: Thyssenkrupp – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Thyssenkrupp investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Thyssenkrupp: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Thyssenkrupp