Thyssenkrupp Aktie: Grünstrom-Verträge
Thyssenkrupp sichert mit vier neuen Stromlieferverträgen erneuerbare Energie für die Stahlproduktion. Analysten passen ihre Bewertungen an, während die Aktie auf die Quartalszahlen wartet.

- Vier neue Grünstrom-Verträge für Stahlproduktion
- Jährliche Einsparung von über 70.000 Tonnen CO₂
- Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 12,50 Euro
- Nächster Meilenstein sind Quartalszahlen am 12. Februar
Thyssenkrupp treibt die Energiewende in der Stahlsparte konkret voran: Neue Stromlieferverträge sollen die Versorgung mit erneuerbarer Energie absichern. Gleichzeitig rücken frische Kursziel-Anpassungen und ein wichtiger Termin näher. Kann der Mix aus operativem Fortschritt und Erwartungsdruck den Kurs in Richtung des Herbsthochs bringen?
Vier PPAs für die Stahl-Transformation
Gestern hat Thyssenkrupp Steel den Abschluss von vier sogenannten Power Purchase Agreements (PPAs) gemeldet. Damit sichert sich die Stahlsparte jährlich rund 230 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen. Vertragspartner sind Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy sowie Sunnic Lighthouse (Tochter der ENERPARC AG).
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Ein Baustein: Mit Sunnic Lighthouse wurde die Abnahme von Solarstrom aus neun deutschen Anlagen vereinbart, mit einem Volumen von 67 Megawatt pro Jahr.
Nach Unternehmensangaben soll der Wind- und Solar-Mix pro Jahr mehr als 70.000 Tonnen CO₂ einsparen. Der Strom ist unter anderem für Rasselstein sowie die Bereiche Precision Steel und Electrical Steel vorgesehen. Die Botschaft ist klar: Die Energieversorgung für die klimaneutrale Ausrichtung wird planbarer – ein Punkt, der in einem energieintensiven Geschäft schnell zum strategischen Hebel wird.
Wichtige Fakten im Überblick:
– PPAs: 4 Verträge (bekannt gegeben am 5. Februar 2026)
– Volumen: ca. 230 GWh/Jahr erneuerbare Energie
– CO₂-Einsparung: >70.000 Tonnen/Jahr (laut Unternehmen)
– Partner: Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy, Sunnic Lighthouse
Kursziele: Mehr Optimismus, aber kein Konsens
Parallel zu der operativen Meldung haben Analysten im Februar ihre Einschätzungen aktualisiert. Jefferies hob das Kursziel am 4. Februar von 11,00 auf 12,50 Euro an, blieb aber bei „Hold“. Deutsche Bank Research erhöhte am 3. Februar das Kursziel auf 11,00 Euro (ebenfalls „Hold“). Kritischer positionierte sich Barclays bereits im Januar mit 9,00 Euro und „Underweight“.
Unterm Strich liegt das durchschnittliche Analysten-Kursziel laut Quelltext bei rund 11,22 Euro – also nur knapp über dem aktuellen Niveau. Das passt zur Kurslage: Mit 11,18 Euro liegt die Aktie zwar deutlich über den langfristigen Durchschnitten (200-Tage-Linie: 9,90 Euro), aber zugleich rund 15,6% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 13,24 Euro.
Nächster Taktgeber: Quartalszahlen am 12. Februar
Der nächste Pflichttermin steht bereits: Am 12. Februar 2026 legt Thyssenkrupp die Zahlen für Q1 des Geschäftsjahres 2025/26 vor. Erwartet wird vor allem Klarheit darüber, wie schwankende Stahlpreise und das konjunkturelle Umfeld auf die Margen durchschlagen.
Zusätzlich bleibt die Marinesparte TKMS ein Thema: Eine Entscheidung über einen möglichen U‑Boot-Großauftrag aus Indien (im Quelltext mit rund 8 Mrd. USD beziffert) wird bis Ende März 2026 erwartet. Damit ist der Fahrplan eng getaktet – operative Fortschritte treffen auf mehrere kurzfristige News-Anlässe.
Zum Wochenschluss zeigt sich die Aktie dabei eher stabil: In den letzten 30 Tagen steht ein Plus von 9,08%, über 12 Monate sogar von 141,05%. Die nächste Richtungsinformation dürfte nun mit den Zahlen am 12. Februar kommen – und kurz darauf mit möglichen Neuigkeiten zu TKMS bis Ende März 2026.
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