Thyssenkrupp Aktie: Jindal-Gespräche beendet
Thyssenkrupp beendet Verhandlungen mit Jindal und plant die Sanierung der Stahlsparte nun eigenständig. Der Konzern sieht verbesserte Bedingungen in Europa.

- Verhandlungen mit Jindal beendet
- Eigene Sanierung der Stahlsparte
- Neuer Tarifvertrag mit IG Metall
- Aktie erholt sich deutlich
Thyssenkrupp bricht die Verhandlungen mit Jindal Steel International ab. Der Essener Konzern will seine Stahlsparte nun aus eigener Kraft sanieren — und sieht dafür bessere Chancen als seit Jahren.
Warum die Gespräche scheiterten
Seit September 2025 verhandelten beide Seiten über eine mögliche Mehrheitsbeteiligung von Jindal an Thyssenkrupp Steel Europe. Jetzt haben sie die Gespräche einvernehmlich gestoppt.
Als Gründe nennt Thyssenkrupp verbesserte Rahmenbedingungen in Europa. Die EU erkenne die strategische Bedeutung der Stahlproduktion und signalisiere stärkeren Schutz vor Dumping und globalen Überkapazitäten. CEO Miguel López sagt, die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung seien so günstig wie lange nicht mehr.
Sanierung aus eigener Kraft
Das Unternehmen drückt beim Umbau aufs Tempo. Mit der IG Metall schloss Thyssenkrupp einen neuen Sanierungstarifvertrag. Für den Standort im Duisburger Süden gibt es eine Grundsatzvereinbarung.
Die Produktion schrumpft auf rund neun Millionen Tonnen. Hochofen 9 geht zu Beginn des nächsten Geschäftsjahres vom Netz. Hochofen 8 folgt, sobald die neue Direktreduktionsanlage läuft.
Das langfristige Ziel: klimaneutraler Stahl bis 2045. Direktreduktionsanlagen sollen die alten Hochöfen ersetzen. Eine vollständige Verselbstständigung der Stahlsparte — möglicherweise mit einer Minderheitsbeteiligung der Thyssenkrupp AG — bleibt mittelfristig angestrebt.
Kurs läuft voraus
Die Aktie notiert bei 10,80 Euro und hat seit Jahresanfang rund zwölf Prozent zugelegt. Noch eindrucksvoller: Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von Anfang April hat sich der Kurs um gut 50 Prozent erholt.
Am 12. Mai 2026 legt Thyssenkrupp den Halbjahresbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026 vor. CEO López und CFO Axel Hamann sprechen am selben Tag mit Analysten — dann dürfte klar werden, ob die intern kommunizierte Zuversicht auch in den Zahlen steckt.
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