Thyssenkrupp Aktie: Ravensberger Düsterprognose?
Thyssenkrupp verkauft seinen HKM-Anteil an Salzgitter und beendet Lieferverpflichtungen früher. Der Konzernumbau reduziert Kapazitäten und Stellen, während die Jahresprognose einen Fehlbetrag vorhersieht.

- Verkauf der HKM-Beteiligung an Salzgitter vereinbart
- Lieferverpflichtungen enden vier Jahre früher
- Produktionskapazität wird deutlich reduziert
- Jahresprognose zeigt hohen Fehlbetrag
Thyssenkrupp macht beim Konzernumbau den nächsten Schritt – und setzt kurz vor den Quartalszahlen ein klares Signal in der Stahlsparte. Der Konzern hat sich mit Salzgitter auf den Verkauf des 50%-Anteils an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) geeinigt. Warum ist dabei vor allem das vorgezogene Ende der Lieferverpflichtungen so wichtig?
- HKM-Deal: Verkauf des 50%-Anteils an Salzgitter, Abschluss zum 1. Juni 2026 geplant
- Lieferverpflichtungen: Ende schon 31. Dezember 2028 (früher als ursprünglich vorgesehen)
- Stahl-Umbau: Zielkapazität 8,7–9,0 Mio. Tonnen, bis September 2030 tariflich flankiert
- Ausblick GJ 2025/26: Jahresfehlbetrag 400–800 Mio. Euro, bereinigtes EBIT 500–900 Mio. Euro
HKM-Verkauf: Schnitt in Duisburg
Thyssenkrupp Steel und Salzgitter haben den Verkauf des HKM-Anteils vereinbart. Die Transaktion soll zum 1. Juni 2026 abgeschlossen werden. Strategisch ins Gewicht fällt, dass die bestehenden Lieferverpflichtungen bereits zum 31. Dezember 2028 enden – und damit vier Jahre früher als bislang geplant.
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Für den Standort Duisburg bedeutet die Einigung einen deutlichen Umbau: Die Belegschaft soll von rund 3.000 auf etwa 1.000 Mitarbeiter sinken. Zudem ist die Umstellung der Produktion auf einen Elektrolichtbogenofen vorgesehen. In den Verhandlungen vermittelte der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch.
Sanierungstarifvertrag: Kapazitäten runter, Stellen betroffen
Der HKM-Deal passt in die Neuaufstellung der Stahlsparte. Im Dezember 2025 hatten Thyssenkrupp Steel und die IG Metall einen Sanierungstarifvertrag bis September 2030 unterzeichnet. Er sieht vor, die Produktionskapazität von aktuell rund 11,5 Millionen Tonnen auf etwa 8,7 bis 9 Millionen Tonnen zu reduzieren.
Von Abbau oder Ausgliederung sind laut Vereinbarung rund 11.000 Stellen betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es dabei nicht geben.
Zahlen am Donnerstag: Prognose bleibt restrukturierungsgeprägt
Am Donnerstag veröffentlicht Thyssenkrupp die Zahlen zum ersten Quartal 2025/26. Für das Gesamtjahr erwartet das Management einen Jahresfehlbetrag von 400 bis 800 Millionen Euro – begründet mit hohen Restrukturierungsrückstellungen in der Stahlsparte.
Beim bereinigten EBIT peilt der Konzern 500 bis 900 Millionen Euro an. Der Umsatz soll sich weitgehend stabil entwickeln (Prognose: minus zwei bis plus ein Prozent gegenüber Vorjahr). Der Free Cashflow vor M&A wird für das laufende Geschäftsjahr weiterhin negativ zwischen 300 und 600 Millionen Euro erwartet.
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