Thyssenkrupp Aktie: tk accelis-Spin-off genehmigt
Thyssenkrupp treibt die Abspaltung der Werkstofftochter voran. Die Aktionäre stimmen im August über die Ausgliederung von tk accelis ab.

- Aufsichtsrat genehmigt Abspaltung der Werkstoffsparte
- Aktionäre erhalten 49 Prozent der neuen Anteile
- Börsengang von tk accelis noch dieses Jahr geplant
- Aktie gibt nach Ankündigung leicht nach
Thyssenkrupp treibt den Umbau zur Finanzholding zügig voran. Der Aufsichtsrat hat die Abspaltung der Werkstoffsparte tk accelis offiziell genehmigt. Die Börse reagiert auf diesen strategischen Schritt allerdings unterkühlt.
Aktuell gibt das Papier um 1,34 Prozent auf 11,02 Euro nach. Der langfristige Trend zeigt dennoch nach oben. Seit Jahresanfang steht ein Plus von knapp 14 Prozent auf der Kurstafel.
49 Prozent für die Aktionäre
Der Plan des Vorstands sieht ein eigenständiges Unternehmen vor. Thyssenkrupp will tk accelis noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse bringen. Dabei erhalten die bisherigen Anteilseigner 49 Prozent der neuen Aktien. Der Mutterkonzern behält die Mehrheit. Die Folge: Das Segment bleibt vorerst voll in der Konzernbilanz.
Die Werkstoffsparte positioniert sich als Dienstleister für das weltweite Lieferkettenmanagement. Zuletzt lieferte tk accelis solide Argumente für den Börsengang. Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte im gleichen Zeitraum auf 81 Millionen Euro. Das entspricht fast einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.
Hürde im August
Die endgültige Entscheidung über den Umbau fällt im Sommer. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 7. August stimmen die Aktionäre über die Abspaltung ab. Bis zu diesem Stichtag verlangt der Markt weitere Details zur genauen Ausgestaltung des Börsengangs. Verweigern die Anteilseigner die Zustimmung, gerät die gesamte Holding-Strategie ins Wanken.
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