Thyssenkrupp Aktie: TKMS im Blick
Die Marinesparte TKMS erwartet im März Entscheidungen zu Großaufträgen in Indien und Kanada, während die Aktie ex Dividende gehandelt wird und Analysten sie weiterhin empfehlen.

- Aktie wird ex einer Dividende von 0,15 Euro gehandelt
- Indien plant U-Boot-Deal im Wert von 7,5 Milliarden Euro
- Kanadisches U-Boot-Programm mit 41 Milliarden Dollar Volumen
- Analystenhaus Kepler Capital bestätigt Kaufempfehlung
Heute startet die Thyssenkrupp-Aktie mit einem technischen Abschlag in die Woche – sie wird „ex Dividende“ gehandelt. Spannender als der optische Kursrückgang sind jedoch die nächsten möglichen Aufträge für die Marinesparte TKMS. Denn in Indien und Kanada laufen Fristen, die schon im März richtungsweisend werden können.
Die wichtigsten Fakten heute:
– Ex-Dividende: 0,15 Euro je Aktie (beschlossen auf der HV vom Freitag)
– Zahltag: Übermorgen
– Analystenstimme: Kepler Capital bestätigt „Buy“, Kursziel 13,80 Euro
– TKMS-Termine: Indien-Entscheidung bis März, Kanada-Angebotsfrist ebenfalls März
Ex-Dividende: Optik statt Wertverlust
Der heutige Kursabschlag hängt direkt mit der Dividende zusammen. Nach der Hauptversammlung vom Freitag wird die Aktie ab heute ohne Dividendenanspruch gehandelt. Der Kurs reduziert sich in der Regel ungefähr um die Höhe der Bruttodividende – das ist technisch und bedeutet keinen „echten“ Wertverlust. Die Auszahlung ist für übermorgen terminiert.
Hauptversammlung: Stahl bleibt Reizthema
Trotz Ausschüttung bleibt die Lage im Konzern angespannt. Auf der Hauptversammlung gab es Proteste von Beschäftigten gegen den geplanten Stellenabbau in der Stahlsparte. Gleichzeitig forderten Aktionäre mehr strategische Klarheit.
Der Vorstand treibt die Pläne voran, die Stahlsparte zu verselbstständigen. Als Referenzpunkt für den möglichen Wert steht weiter ein früheres Angebot von Jindal Steel über 4 Milliarden Euro (September 2025) im Raum.
TKMS: Indien und Kanada als nächste Bewährungsprobe
Während Stahl umbaut, liefert TKMS die greifbarsten Wachstumsimpulse. Laut einem Bericht der Times of India steht Indien kurz vor der Unterzeichnung eines 8-Milliarden-Dollar-Deals (rund 7,5 Mrd. Euro) für sechs U-Boote (Project 75(I)). Der indische Verteidigungshaushalt für 2026/27 wurde dafür um 15% angehoben. TKMS gilt dabei als Favorit, die Finalisierung wird bis März erwartet.
Parallel läuft der Wettbewerb um das kanadische U-Boot-Programm (Canadian Patrol Submarine Project) weiter. Das Volumen wird auf bis zu 60 Billionen Won (rund 41 Mrd. Dollar) geschätzt. Kanada besuchte heute die Werft des südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean. TKMS und Hanwha sind die letzten Finalisten, die Angebotsfrist endet ebenfalls im März.
Was würde ein offizieller Zuschlag in Indien konkret verändern? Vor allem würde er die Wachstumsperspektive der Marinesparte untermauern – und damit die Debatte um deren Bewertung in einem Umfeld, in dem der Markt zuletzt stark auf TKMS-Fantasie reagierte.
Im Blickpunkt stehen damit die nächsten Wochen bis März: Dann wird erwartet, ob Indien den U-Boot-Auftrag finalisiert und Kanada die entscheidenden Angebote einfordert – zwei Termine, die für TKMS und damit auch für die Aktie schnell zum Taktgeber werden können.
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