Thyssenkrupp Aktie: Umbau geht weiter

Thyssenkrupp hat seine Automatisierungssparte an Agile Robots verkauft und konzentriert sich nun auf vier Kernbereiche. Die Aktie notiert nahe einem Jahrestief, während zwei wichtige Termine anstehen.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf der Business Unit Automation Engineering abgeschlossen
  • Konzentration auf vier wachstumsstarke Kernbereiche
  • Aktienkurs zeigt sich technisch angeschlagen
  • Wichtige Termine: Halbjahresbericht und EU-Entscheidung zu Stahlzöllen

Zum 1. April 2026 hat Thyssenkrupp die Trennung von seiner Business Unit Automation Engineering vollzogen. Der Käufer: die Münchner Agile Robots SE. Was nach einer Randnotiz klingt, ist ein weiterer konkreter Schritt in der laufenden Neuausrichtung des Konzerns.

Rund 650 Spezialisten und zehn internationale Standorte wechseln in die Agile Robots Group. Das übernommene Geschäft wird künftig unter dem Namen „Krause Automation“ als eigenständiger Systemanbieter für industrielle Automatisierungslösungen geführt. Agile Robots bringt KI-gestützte Robotik mit, Krause Automation über 75 Jahre Engineering-Erfahrung. Gemeinsam wollen beide Seiten neue Märkte erschließen — Intralogistik, Elektronik, Medizintechnik.

Fokus auf vier Kernbereiche

Für Thyssenkrupp Automotive Technology ist der Deal Teil einer im Juli 2025 beschlossenen Portfoliobereinigung. Das Segment konzentriert sich künftig auf Chassis, Komponenten, Aftermarket und das Schmiedegeschäft — Bereiche, die das Management als wachstumsstark und kapitalmarktfähig einstuft.

Separat davon prüft TK Elevator, an der Thyssenkrupp noch eine Minderheitsbeteiligung hält, einen möglichen Börsengang. Gespräche mit den Anteilseignern Cinven und Advent laufen. Der Aufzughersteller war 2020 für 17,2 Milliarden Euro mehrheitlich an die Finanzinvestoren verkauft worden.

Aktie nahe Jahrestief, zwei Termine im Blick

Die Aktie hat seit Oktober 2025 rund 40 Prozent ihres Werts verloren und notiert mit etwa 7,95 Euro deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Nach dem Mehrmonatstief Ende März zeigte der Kurs zuletzt eine Gegenbewegung, bleibt aber technisch angeschlagen.

Zwei Termine könnten die nächste Richtung vorgeben: der Halbjahresbericht am 12. Mai 2026 und die ausstehende EU-Entscheidung über Stahl-Importzölle. Das EU-Parlament billigte im Januar einen Vorschlag, der Importquoten um 47 Prozent kürzt und den Schutzzoll auf 50 Prozent verdoppelt. Triloge mit dem Rat laufen noch, ein Inkrafttreten ist zum 1. Juli 2026 angestrebt — für die Stahlsparte wäre das bei planmäßigem Verlauf eine spürbare Entlastung.

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