Thyssenkrupp: Morgan Stanley hebt auf 10,60 Euro
Thyssenkrupp bricht Verhandlungen mit Jindal ab und setzt auf eigenständige Sanierung der Stahlsparte. Analysten begrüßen den harten Kurs.

- Stahlverkauf an Jindal geplatzt
- Eigenständige Sanierung beschlossen
- Aktie legt deutlich zu
- Nettoverlust bis 800 Mio. Euro erwartet
Der Stahlverkauf ist vorerst geplatzt. Thyssenkrupp stoppt die Verhandlungen mit der indischen Jindal Steel. Dennoch reagiert der Markt positiv. Der Essener Industriekonzern will seine Stahlsparte nun aus eigener Kraft sanieren. Analysten loben diesen harten Schnitt.
Sanierung ohne Partner
Die Gespräche über einen Einstieg von Jindal bei Thyssenkrupp Steel Europe ruhen. Medienberichten zufolge bremsten hohe Pensionslasten und unklare Energiekosten die Verhandlungen. Die Rahmenbedingungen für einen Verkauf haben sich zuletzt stark verändert. Das Management treibt den Umbau nun intern voran. Das Ziel: ein profitables und eigenständiges Stahlgeschäft. Der Konzern profitiert dabei von einem besseren regulatorischen Umfeld in Europa.
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Parallel dazu sichern erste Erfolge den Weg ab. Thyssenkrupp hat einen neuen Tarifvertrag zur Sanierung mit der IG Metall geschlossen. Hinzu kommt eine erste Einigung für den Standort im Duisburger Süden. Mittelfristig hält das Management aber an einer Trennung vom Stahlgeschäft fest.
Harte operative Einschnitte
Der Konzern senkt seine Produktionskapazitäten auf rund neun Millionen Tonnen. Dafür setzt Thyssenkrupp konkrete Schritte um. Hochofen 9 geht Anfang des nächsten Geschäftsjahres vom Netz. Sobald die neue Direktreduktionsanlage läuft, schaltet der Konzern auch Hochofen 8 ab.
Investoren honorieren diesen klaren Kurs. Die Aktie legte auf Monats-Sicht um gut 25 Prozent zu. Am Donnerstag schloss das Papier bei 10,65 Euro. Damit notiert der Kurs spürbar über der wichtigen 200-Tage-Linie.
Analysten ziehen ebenfalls mit. Morgan Stanley hob das Kursziel für Thyssenkrupp auf 10,60 Euro an. Die Deutsche Bank sieht deutlich mehr Luft und ruft 14,50 Euro auf. Die Experten loben den neuen strategischen Weg.
Rote Zahlen und ein wichtiger Termin
Der Umbau kostet viel Geld. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand mit einem Nettoverlust von bis zu 800 Millionen Euro. Allein im ersten Quartal meldete die Stahlsparte massive Aufwendungen für den Stellenabbau.
Die Strategie sieht vor, die Segmente später abzuspalten. Thyssenkrupp wandelt sich dabei zu einer reinen Finanzholding. Am 12. Mai legt das Management den Halbjahresbericht vor. In der anschließenden Analystenkonferenz wird CEO Miguel Ángel López Borrego weitere Details zur Sanierung nennen.
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