Thyssenkrupp: Nach Rücktritt bleibt alles offen

Nach dem überraschenden Rücktritt von Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger ist noch längst nicht wieder Ruhe in den Mischkonzern eingekehrt.

Zwar hat sich der Aufsichtsrat inzwischen darauf verständigt, dass die bisherigen Vorstände für Finanzen, Personal und Recht quasi als Triumvirat die Amtsgeschäfte des Vorstandsvorsitzenden vorerst weiterführen. Doch im Markt wird dies natürlich als Hängepartie gesehen, bis endlich ein tatsächlicher Nachfolger ausgewählt wurde.

Streit bei Thyssenkrupp schwelt weiter

In der Zwischenzeit ist es am Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Lehner, zum Streit  zwischen Unternehmensführung und den beiden aktivistischen Investoren Cevian und Elliott über die weitere strategische Ausrichtung Stellung zu nehmen. So wie vor ihm Hiesinger lehnt auch er die Pläne der Investoren zum Verkauf weiterer Unternehmensteile bislang ab. Doch in der jetzigen Situation kann er natürlich nur relativ dürftig Alternativen aufzeigen.

Aktie bleibt angeschlagen

Das spiegelt sich auch im Aktienkurs von Thyssenkrupp wider. Nachdem der Weggang von Hiesinger dafür sorgte, dass die Aktie zeitweise kräftig zulegen und sogar wichtige Widerstandslinien durchbrechen konnte, heißt es nun Kommando zurück. Zwar hält sich der Wert bislang über seinem Jahrestief bei knapp 20 Euro. Aber solide oder sogar aussichtsreich sieht das alles noch nicht aus.

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