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Thyssenkrupp: Statt neuer Strategie nur Richtung Abgrund

Wie geht es mit Thyssenkrupp, Deutschlands letztem großen Industriekonglomerat, weiter? Diese Frage treibt derzeit die Investoren immer stärker um.

Denn inzwischen scheint es, als wenn der frühere Stahlkonzern und heutige Industrie-Anbieter im Strudel des derzeitigen Machtkampfes zwischen aktivistischen Investoren und dem Management zerrieben wird.

Wio bleibt eine Strategie?

Die Ausgangsbasis dürfte allseits bekannt sein: Thyssenkrupp hat sein Stahlgeschäft in ein Joint Venture mit der indischen Tata Steel eingebracht. Nun wollte man sich auf die verbliebenen Sparten Aufzüge, Schiffs- und U-Boot-Bau sowie Werkstoffe fokussieren. Doch unter dem Druck der beiden Investoren Cevian und Elliott warfen nacheinander der Vorstandschef und der Aufsichtsratsvorsitzende das Handtuch. Und selbst der Interims-CEO Kerkhoff wird von den Investoren hart angegangen und soll möglichst bald seinen Job verlieren.

Investoren überreizen das Blatt

Das Ziel der Investoren: Auch wenn es immer wieder dementiert wird, läuft es auf eine Zerschlagung hinaus. Denn die Hedgefonds erhoffen sich von einem Verkauf bzw. Börsengang der einzelnen Teile eine höhere Bewertung und damit auch höhere Kursgewinne. Doch so wie es jetzt momentan aussieht, haben sie den Konzern nicht in eine neue Strategiediskussion, sondern nur ins Chaos gestürzt. Und das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider.

Droht Thyssenkrupp eine Abwärtsspirale?

Gerade in den letzten Tagen nahm die Aktie deutlich Fahrt nach unten auf, nachdem auch die Personalie Kerkhoff zur Sprache kam. Damit liegt der Wert inzwischen nahe seinem unteren Rand des seit einem Jahr ausgebildeten Abwärtstrends und gleichzeitig auf dem tiefsten Niveau seit zwei Jahren. Sollte hier nicht schnell eine Beruhigung stattfinden, droht ein weiteres Durchrutschen mindestens in den Bereich von 17 Euro, dem Tief aus 2016. Man mag zu den Strukturdiskussionen bei Thyssenkrupp stehen wie man will: Aber aktuell passiert hier nur eins – es werden Werte vernichtet.

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