Tilray Aktie: Fokus auf Europa

Tilray meldet im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz und deutlich reduzierte operative Verluste. Der Fokus liegt auf dem Ausbau des internationalen Medizingeschäfts und der Stärkung der Marktposition in Europa.

Die Kernpunkte:
  • Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar
  • Operative Verluste fast halbiert
  • Starkes Wachstum im internationalen Medizinbereich
  • Ausbau der europäischen Marktposition in Italien

Tilray startet ins neue Jahr mit Rekordumsatz, rückläufigen Verlusten und einem klaren Schwerpunkt auf internationalem Wachstum. Gleichzeitig rückt Europa stärker in den Mittelpunkt der Strategie. Wie belastbar ist dieser Kurs?

Quartalszahlen mit Rekordumsatz

Tilray veröffentlichte am 8. Januar die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 (per 30. November 2025).

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Wichtige Kennzahlen:

  • Rekord-Nettoerlös: 217,5 Mio. US-Dollar
  • Umsatzplus gegenüber Vorjahr: 3 %
  • Internationaler medizinischer Cannabis-Umsatz: +36 % gegenüber Vorjahr
  • Operativer Verlust: Rückgang von 42,2 Mio. auf 22,3 Mio. US-Dollar

Der leichte Umsatzanstieg wurde vor allem durch das starke internationale Medizin-Geschäft getragen. Gleichzeitig gelang es, den operativen Verlust deutlich zu verringern. Dazu trugen niedrigere Restrukturierungskosten und geringere Abschreibungen bei. Auch der Nettoverlust verbesserte sich spürbar.

Unterm Strich zeigt das Quartal: Das Wachstumstempo bleibt moderat, aber die Profitabilität entwickelt sich in die richtige Richtung.

Ausbau des Europageschäfts

Am 22. Januar meldete Tilray einen weiteren Schritt in Europa: Die Einführung von Tilray Medical Italia. Dabei handelt es sich um eine Umfirmierung einer bereits übernommenen Gesellschaft, die nun unter einheitlicher Marke geführt wird.

Ziel der Maßnahme ist es, die medizinischen Cannabis-Aktivitäten in Italien zu bündeln und die Marktposition in Europa zu stärken. Der Schritt folgt auf das starke Wachstum im internationalen Medizinsegment und soll die Strukturen im wichtigen EU-Markt vereinheitlichen.

Parallel entwickelt der Konzern sein Getränkeportfolio weiter. Die Craft-Beer-Tochter SweetWater Brewing brachte am 22. Januar das neue Produkt „Big Trip Double IPA“ auf den Markt. Damit setzt Tilray im Getränkebereich stärker auf Produktinnovation, bleibt aber in den Angaben zu Volumen- oder Ergebniseffekten zurückhaltend.

Regulierung als zentraler Faktor

Für die gesamte Cannabisbranche bleibt der regulatorische Rahmen in den USA ein entscheidender Einflussfaktor. Ende 2025 wurde per Executive Order eine Überprüfung der bundesweiten Einstufung von Marihuana angestoßen.

Der Verwaltungsprozess für eine mögliche Neueinstufung läuft im Januar 2026 weiter. Konkrete Entscheidungen liegen noch nicht vor, doch der Fortgang der US‑Reformbemühungen wird von der Branche aufmerksam verfolgt und bildet den wichtigen Hintergrund für strategische Entscheidungen – auch bei Tilray.

Fazit und nächste Stellschrauben

Die jüngsten Entwicklungen lassen ein klares Bild erkennen: Rekordumsatz bei gleichzeitig sinkenden Verlusten, ein deutlich wachsendes internationales Medizinsegment und eine stärkere Fokussierung auf Europa. Entscheidend für die nächsten Quartale wird sein, ob Tilray das internationale Wachstum stabil halten und die operative Profitabilität weiter verbessern kann, während sich der regulatorische Rahmen – insbesondere in den USA – konkretisiert.

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