Tilray Aktie: Milliardenziel im Visier

Tilray erweitert seine Getränkesparte mit dem Kauf von BrewDog Australia und strebt einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar an. Die Aktie reagiert positiv, doch die Profitabilität bleibt eine Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme von BrewDog Australia abgeschlossen
  • Jahresumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar angestrebt
  • Aktienkurs legt nach Deal-Meldung zu
  • Nettoverlust im Quartal deutlich reduziert

Der Cannabis-Spezialist Tilray treibt seinen Wandel zum diversifizierten Konsumgüterkonzern rasant voran. Mit dem jüngsten Zukauf in Australien peilt das Management nun einen Milliardenumsatz an. Doch kann diese aggressive Expansionsstrategie auch die hartnäckigen Profitabilitätsprobleme lösen?

Brauerei-Deal abgeschlossen

Gestern bestätigte Tilray den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von BrewDog Brewing Australia. Dieser Schritt umfasst eine Brauerei in Brisbane sowie mehrere Bar-Standorte auf dem australischen Kontinent. Der Deal ist der letzte Baustein einer insgesamt 33 Millionen britische Pfund schweren Transaktion, die bereits Anfang des Monats verkündet wurde.

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Neben dem australischen Geschäft sicherte sich Tilray damit die globalen Markenrechte sowie elf Brauereigaststätten in Großbritannien und Irland. Das Management rechnet durch diese neu erworbenen Werte mit einem zusätzlichen jährlichen Nettoumsatz von 200 Millionen US-Dollar und einem bereinigten EBITDA von sechs bis acht Millionen US-Dollar. Durch angestrebte Synergien soll das integrierte Geschäft ab dem Geschäftsjahr 2027 positive Zahlungsströme generieren. Die gesamte globale Getränkesparte von Tilray wächst damit voraussichtlich auf ein jährliches Umsatzvolumen von 500 Millionen US-Dollar an.

Getränke als neuer Wachstumstreiber

Durch die gezielten Zukäufe verschiebt sich das Kerngeschäft spürbar. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Tilray einen annualisierten Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das entspricht einem deutlichen Sprung im Vergleich zu den 837 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen in den vergangenen vier Quartalen insgesamt erwirtschaftete.

Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal 2026 verbuchte der Konzern bereits einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Zwar steuern der Cannabis- und Vertriebsbereich aktuell noch den Löwenanteil zum Ergebnis bei, doch das Getränkesegment holt auf. In Kombination mit einer kürzlich geschlossenen Lizenzvereinbarung mit Carlsberg für den US-Markt positioniert sich das Unternehmen zunehmend als Schwergewicht im internationalen Craft-Bier-Markt.

Wachstum und Margendruck

An der Börse honorieren Anleger den strategischen Umbau mit moderaten Zugewinnen. Gestern legte die Aktie um 1,94 Prozent auf 7,35 US-Dollar zu. Trotz der ehrgeizigen Umsatzziele bleibt die Profitabilität jedoch eine strukturelle Baustelle. Das bisherige Wachstum beruht primär auf Zukäufen und weniger auf organischer Stärke. Gleichzeitig belasten regulatorische Unsicherheiten im Cannabis-Sektor, makroökonomischer Druck sowie Gegenwind im Craft-Bier-Markt das operative Geschäft. Dennoch verbesserte sich der Nettoverlust im jüngsten Quartal im Jahresvergleich immerhin um 49 Prozent auf 43,5 Millionen US-Dollar.

Mit liquiden Mitteln in Höhe von 291,6 Millionen US-Dollar verfügt Tilray über ein solides Fundament für die anstehende Integration der neuen Brauereisparten. Das Management bekräftigte zudem die Prognose, im laufenden Jahr 2026 ein bereinigtes EBITDA von 62 bis 72 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften. Die operative Transformation ist damit weit fortgeschritten. Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf die konkrete Realisierung der angekündigten Effizienzsteigerungen ab dem Geschäftsjahr 2027.

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