Tilray Aktie: Rekordumsatz von 915,5 Millionen Dollar
Tilray erzielt mit 915,5 Mio. Dollar den höchsten Umsatz der Firmengeschichte, reduziert den Nettoverlust und verzeichnet Kursgewinne sowie Insiderkäufe.

- Rekordumsatz von 915,5 Mio. Dollar
- Nettoverlust auf 105,2 Mio. Dollar reduziert
- Aktie steigt um 3 Prozent
- Insiderkäufe durch Finanzchef und Strategiechefin
Tilray Brands hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte vorgelegt. Mit 915,5 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz übertraf der Cannabis- und Getränkekonzern frühere Bestwerte deutlich, getragen vor allem vom Cannabis- und vom Getränkesegment. Gleichzeitig schrumpfte der Nettoverlust auf 105,2 Millionen US-Dollar – eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorquartalen, wenngleich das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres erzielte Tilray einen Umsatz von 281,71 Millionen US-Dollar, verbuchte dabei aber einen Verlust von 49,57 Millionen US-Dollar. Das Zahlenwerk zeigt damit ein zweigeteiltes Bild: Auf der Umsatzseite wächst das Unternehmen kräftig, operativ bleibt die Profitabilität jedoch die zentrale Baustelle.
Aktie reagiert mit Kursgewinnen
Der Markt honorierte die Zahlen. An der Toronto Stock Exchange schloss die Tilray-Aktie am Dienstag 3,00 Prozent höher bei 6,53 kanadischen Dollar. Auf Wochensicht summiert sich der Kursgewinn sogar auf knapp 17,9 Prozent. Damit gehört das Papier zu den auffälligsten Bewegern im nordamerikanischen Cannabis-Sektor, wo auch andere Branchenwerte wie Innovative Industrial Properties und Curaleaf zuletzt zulegten. An der Nasdaq notierte die Aktie parallel bei 4,64 US-Dollar.
Auffällig ist zudem das Kaufverhalten aus der eigenen Führungsetage. Finanzchef Carl A. Merton erwarb am Dienstag über den offenen Markt 10.000 Aktien zu je 4,62 US-Dollar und hält damit nun 139.753 Anteile direkt. Bereits am Vortag hatte Chief Strategy Officer Denise M. Faltischek 2.500 Aktien zu 4,78 US-Dollar gekauft und ihren Bestand auf 141.285 Stück aufgestockt. Beide Transaktionen erfolgten außerhalb automatisierter Handelspläne – ein Signal, das Beobachter als Vertrauensbeweis des Managements in die eigene Aktie werten, gerade in einem Marktumfeld, das für Cannabis-Titel weiterhin von hoher Schwankungsbreite geprägt ist.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Reaktionen der Wall Street auf die Geschäftszahlen fallen gemischt aus. TD Cowen senkte sein Kursziel für Tilray von 7 auf 5 US-Dollar, beließ die Aktie aber auf „Buy“. Jefferies äußerte sich zurückhaltender in der Zahl, aber grundsätzlich zuversichtlich in der Richtung: Das Analysehaus sieht in der Diversifizierung des Geschäftsmodells über Cannabis hinaus einen langfristigen Werttreiber für das Unternehmen.
Zu dieser Diversifizierung zählt auch die Getränkesparte, die zuletzt für Schlagzeilen weit über das eigentliche Kerngeschäft hinaus sorgte. Der britische Brauereikonzern BrewDog, den Tilray in diesem Jahr übernommen hatte, steht wegen einer E-Mail-Kampagne von Gründer James Watt unter Beobachtung von Datenschützern. Watt verfolgt demnach Pläne, die Marke mithilfe von 43.000 sogenannten „Equity Punks“ – einstigen Kleinanlegern aus einer Crowdfunding-Kampagne – zurückzukaufen. Für Tilray-Anleger ist das zunächst eine Randnotiz, sie zeigt aber, wie stark das Unternehmen inzwischen über reine Cannabisprodukte hinaus verzweigt ist.
Insgesamt zeichnet sich für Tilray ein Bild ab, in dem operative Fortschritte auf der Umsatzseite und ein sich verengender Verlust auf spürbares, wenn auch verhaltenes Anlegerinteresse treffen. Die jüngsten Insiderkäufe und die positive Kursreaktion sprechen für wachsendes Vertrauen, während die vorsichtige Kurszielsenkung von TD Cowen daran erinnert, dass der Weg zur nachhaltigen Profitabilität noch nicht abgeschlossen ist.
Tilray-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tilray-Analyse vom 5. August liefert die Antwort:
Die neusten Tilray-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tilray-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tilray: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




