Tilray Aktie: Rekordzahlen mit Makel

Tilray Brands verzeichnet im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzrekord, getrieben von Cannabis und Pharma. Die Getränkesparte verzeichnet jedoch einen deutlichen Umsatz- und Margeneinbruch.

Die Kernpunkte:
  • Rekordumsatz von 217,5 Millionen Dollar
  • Cannabis-Segment mit starkem Wachstum und höherer Marge
  • Getränkesparte mit Umsatz- und Margeneinbruch
  • Unternehmen baut Netto-Cash-Position auf

Tilray Brands meldet für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz und treibt gleichzeitig die Expansion in Europa voran. Doch der Blick in die Bücher offenbart eine Zweiklassengesellschaft innerhalb des Konzerns: Während das Cannabis-Geschäft und der Pharma-Vertrieb glänzen, bricht eine einstige Hoffnungssparte deutlich ein. Kann das Unternehmen diese Diskrepanz überwinden?

Cannabis und Vertrieb als Wachstumsmotor

Der Konzern steigerte seinen Nettoumsatz im abgelaufenen Quartal auf 217,5 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Verantwortlich für diesen Anstieg war primär das Kerngeschäft:
* Der internationale Umsatz mit medizinischem Cannabis sprang um 36 Prozent nach oben.
* Im kanadischen Markt für Erwachsenen-Cannabis legte Tilray um 6 Prozent zu.
* Die Bruttomarge im Cannabis-Segment verbesserte sich spürbar von 35 auf 39 Prozent.

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Auch die Vertriebssparte, zu der Tilray Pharma gehört, lieferte starke Ergebnisse. Mit 85,3 Millionen Dollar erzielte dieser Bereich den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte. Diese Zahlen belegen, dass die Kernstrategie im medizinischen und regulierten Markt greift.

Sorgenkind Getränkesparte

So stark das Kerngeschäft lief, so enttäuschend entwickelte sich das Beverage-Segment. Der Umsatz mit Getränken schrumpfte von 63,1 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 50,1 Millionen Dollar zusammen. Noch schwerer wiegt der Einbruch der Profitabilität: Die Bruttomarge in diesem Bereich fiel von 40 auf 31 Prozent, was den Bruttogewinn der Sparte fast halbierte. Dieser Rückgang dämpft die Euphorie über den Gesamtumsatz und zeigt, dass die Diversifizierung aktuell auf Widerstand stößt.

Solide Bilanz und Expansion in Italien

Trotz der operativen Herausforderungen im Getränkebereich konnte Tilray seine finanzielle Stabilität verbessern. Das Unternehmen wandelte eine Nettoverschuldung in eine Netto-Cash-Position von 27,4 Millionen Dollar um. Mit liquiden Mitteln und Wertpapieren in Höhe von fast 292 Millionen Dollar sieht sich das Management gut gerüstet und bestätigte die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr (62 bis 72 Millionen Dollar).

Strategisch setzt Tilray weiter auf Europa. Am 22. Januar startete das Unternehmen „Tilray Medical Italia“, um die Präsenz im italienischen Markt für medizinisches Cannabis auszubauen. Über eine Partnerschaft mit Molteni Farmaceutici vertreibt der Konzern dort nun diverse vom Gesundheitsministerium zugelassene Blüten- und Ölextrakte.

Die nächsten Quartalszahlen, die für Anfang April erwartet werden, dürften Aufschluss darüber geben, ob das Management den Abwärtstrend im Getränkegeschäft stoppen kann.

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