Tilray Aktie: Wichtiger Schritt in Europa
Tilray bündelt seine europäischen Aktivitäten mit einer neuen Plattform in Italien, die regulatorisch abgesichert ist. Das Unternehmen kommt von starken Quartalszahlen mit Rekordumsatz.

- Start der Plattform Tilray Medical Italia
- Regulatorische Zulassung für Produktportfolio erhalten
- Rekordumsatz im letzten Quartal gemeldet
- Partnerschaft mit Molteni Farmaceutici gefestigt
Die Tilray-Aktie setzt ihren Erholungskurs am heutigen Freitag fort und notiert vorbörslich fest im Plus. Treibender Faktor ist der Start einer neuen medizinischen Cannabis-Plattform in Italien, mit der das Unternehmen seine Präsenz auf dem europäischen Markt bündeln will. Nach einer volatilen Phase fragen sich Anleger nun: Kann diese operative Expansion die Bewertungslücke zur Konkurrenz schließen?
Strategische Neuausrichtung in Italien
Verantwortlich für das aktuelle Kaufinteresse ist die Umstrukturierung des Italien-Geschäfts. Tilray bestätigte gestern den Start von Tilray Medical Italia, wodurch die bisherige FL Group abgelöst und die europäischen Abläufe vereinheitlicht werden sollen. Dieser Schritt zielt darauf ab, eine skalierbare Plattform für den gesamten Kontinent zu etablieren.
Ein entscheidender Aspekt ist dabei die regulatorische Sicherheit. Das Unternehmen teilte mit, dass das neue Produktportfolio – bestehend aus verschiedenen medizinischen Cannabisblüten und Öl-Rezepturen – die Zulassung des italienischen Gesundheitsministeriums erhalten hat. Um den Vertrieb sicherzustellen, wurde die Partnerschaft mit Molteni Farmaceutici gefestigt. Diese Kooperation ermöglicht den Verkauf der EU-GMP-zertifizierten Produkte über italienische Apotheken und Krankenhäuser.
Finanzielle Stabilisierung und Bewertung
Die positiven Nachrichten treffen auf eine Situation, in der Anleger die Aktie nach den Quartalszahlen vom 8. Januar neu bewerten. Tilray meldete zuletzt einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Konsensschätzungen übertraf. Besonders das internationale Cannabis-Geschäft erwies sich mit einem Wachstum von 36 % als Stütze.
Auch bei der Profitabilität zeigten sich Fortschritte: Der bereinigte Verlust pro Aktie lag bei -0,02 Dollar und damit im Rahmen der Erwartungen, während der Nettoverlust auf 43,5 Millionen Dollar eingegrenzt werden konnte.
Trotz der operativen Verbesserungen bleibt die Bewertung ein Diskussionsthema. Während Analysten von Roth MKM ihr Kursziel kürzlich mit Verweis auf die Notwendigkeit konstanter Gewinne von 20 auf 10 Dollar senkten, deutet das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) auf eine mögliche Unterbewertung hin. Mit einem KUV von 1,2 handelt die Aktie deutlich unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe von 11,7.
Technischer Fokus und Ausblick
Kurzfristig richten Marktteilnehmer ihren Blick auf die 200-Tage-Linie bei rund 8,88 Dollar, die als wichtige Unterstützung halten muss. Ob die Expansion in Italien den erhofften finanziellen Schub liefert, wird sich spätestens am 13. April 2026 zeigen, wenn Tilray die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal präsentiert.
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