Tilray Brands Aktie: Cannabis-Umzug nach Quebec?
Die neue Produktionsstruktur soll bis zum Geschäftsjahresende 2028 jährlich rund 10 Millionen US-Dollar einsparen.

- Kanadische Cannabisproduktion wird neu gebündelt
- Jährliche Einsparungen von rund 10 Millionen US-Dollar erwartet
- EBITDA-Prognose-Untergrenze auf 70 Millionen US-Dollar angehoben
- Umsatz im ersten Quartal um 23 Prozent gestiegen
Tilray Brands hat am Montag eine Konsolidierung seiner kanadischen Cannabisproduktion angekündigt. Das Unternehmen erwartet dadurch bis Ende des Geschäftsjahres 2028 annualisierte Einsparungen von rund 10 Millionen US$. Die Aktie stieg gestern um 3,9 %; einen Zusammenhang zwischen der Tagesbewegung und der Ankündigung hat das Unternehmen nicht genannt.
Höhere Ergebnisprognose für 2027
Zugleich hob Tilray die Untergrenze seiner Prognose für das bereinigte EBITDA von 68 Millionen US$ auf 70 Millionen US$ an. Die Obergrenze bleibt nach Unternehmensangaben bei 75 Millionen US$.
Im Rahmen der angekündigten Konsolidierung soll der Cannabisanbau vom Standort Foss in Fenwick nach Masson in Quebec verlagert werden. Die Produktion vorgedrehter Cannabisprodukte soll künftig in Cayuga in Ontario stattfinden. Tilray bündelt damit unterschiedliche Produktionsschritte an jeweils anderen Standorten.
Weitere Einsparungen im US-Getränkegeschäft
Bereits vor gut einer Woche kündigte Tilray weitere Restrukturierungen seines US-Getränkegeschäfts an. Medienberichten zufolge sollen diese bis Ende des Geschäftsjahres 2028 annualisierte Kosteneinsparungen von rund 20 Millionen US$ bringen. Zu den Maßnahmen gehören eine Verkleinerung des Brauereinetzes und eine Reduzierung des Produktsortiments.
Vor rund einem Monat hatte Tilray seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 veröffentlicht. Der Nettoumsatz erreichte laut Unternehmensmitteilung 257,1 Millionen US$ und lag damit um 23 % über dem Vorjahreswert.
Der Bruttogewinn stieg um 35 % auf 77,5 Millionen US$. Im Cannabisgeschäft entwickelte sich der Nettoumsatz dagegen rückläufig: Er sank um 13 % auf 56,1 Millionen US$. Das bereinigte EBITDA des Unternehmens betrug 9,2 Millionen US$.
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