TKMS Aktie: 20 Milliarden Auftragsbestand durchbrochen

TKMS präsentiert sich trotz hohem Auftragsbestand und Umsatzwachstum mit einem negativen Free Cash Flow. Der Aktienkurs erholt sich, bleibt aber unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Die Kernpunkte:
  • Auftragsbestand über 20 Milliarden Euro
  • Umsatz auf 1,17 Milliarden Euro gestiegen
  • Free Cash Flow bleibt negativ
  • Aktie erholt sich um fast neun Prozent

Am morgigen Dienstag tritt das Management von TKMS vor die Investoren. Auf der dbAccess European Champions Conference in Frankfurt steht die maritime Rüstungsschmiede im Rampenlicht. Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Volle Auftragsbücher treffen auf einen schwankenden Aktienkurs und Fragen zur Cash-Generierung.

Fundamentale Basis steht

Die operative Grundlage für die anstehenden Gespräche lieferte der jüngste Halbjahresbericht. Bis Ende März sammelte das Unternehmen Bestellungen im Wert von 3,4 Milliarden Euro ein. Der Auftragsbestand durchbrach damit die Marke von 20 Milliarden Euro.

Parallel dazu wuchsen die Umsätze auf knapp 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 60 Millionen Euro. Damit verbesserte sich die Marge leicht auf 5,1 Prozent.

Ein kritischer Blickpunkt bleibt der Free Cash Flow. Hier stand zuletzt ein Minus von 72 Millionen Euro in den Büchern. Das Management verweist auf einen Basiseffekt: Im Vorjahr hatten gewaltige Kunden-Vorauszahlungen für das U-Boot-Programm 212CD die Kassen gefüllt.

Zwischen Erholung und Widerstand

An der Börse suchen Marktteilnehmer nach einer klaren Richtung. Zwar verzeichnete der Kurs auf Wochensicht eine starke Erholung von fast neun Prozent auf 78,20 Euro. Auf Monatssicht steht indes weiterhin ein leichtes Minus zu Buche.

Der Wert notiert aktuell knapp unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Ein RSI-Indikator von 32,4 signalisiert derweil eine beinahe überverkaufte Situation. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn für Aktionäre auf knapp 13 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 hält der Vorstand unbeirrt Kurs. Das Umsatzziel sieht ein Wachstum von bis zu fünf Prozent vor. Die bereinigte operative Marge soll die Marke von sechs Prozent übertreffen.

Der morgige Auftritt in Frankfurt bietet dem Management die Bühne, diese Prognosen zu untermauern. Gelingt es, die Skepsis beim Cashflow auszuräumen, rückt die 80-Euro-Marke kurzfristig wieder in greifbare Nähe.

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