TKMS Aktie: 20,6 Milliarden Euro Auftragsbestand
TKMS-Aktie erholt sich dank positiver Analystenstimmen und starkem Auftragsbestand, während der schwache Cashflow die Bilanz belastet.

- Jefferies sieht verbessertes Chancen-Risiko-Verhältnis
- Auftragsbestand steigt auf Rekordniveau von 20,6 Mrd. Euro
- Freier Cashflow bleibt mit minus 72 Mio. Euro negativ
- Konzern peilt mittelfristig höhere EBIT-Marge an
Starker Auftragsbestand, schwacher Cashflow, kräftige Kurserholung: Bei TKMS prallen derzeit mehrere Signale aufeinander. Nach dem Druck im Anschluss an die Halbjahreszahlen hat die Aktie wieder Boden gutgemacht. Rückenwind kommt von Jefferies und aus dem europäischen Verteidigungssektor.
Jefferies stützt die Erholung
Den jüngsten Impuls lieferte Jefferies. Das Analysehaus sieht nach der Schwächephase wieder mehr Bewertungsspielraum bei TKMS. Aus Sicht der Experten hat sich das Verhältnis von Risiko und Chance verbessert, weil der Kursrückgang einen Teil möglicher Enttäuschungen bereits vorweggenommen haben könnte.
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Der Markt griff diese Einschätzung schnell auf. Am Donnerstag legte die Aktie zeitweise um mehr als 5 Prozent zu und näherte sich der Marke von 80 Euro. Zu Wochenbeginn hatte das Papier noch bei rund 70 Euro gelegen.
Der Rückenwind kam nicht nur von der Einzelaktie. Auch Rheinmetall, Leonardo und Hensoldt zogen an. Die Verteidigungswerte profitieren weiter von hoher Nachfrage und der Neubewertung strategisch wichtiger Industriegüter in Europa.
Rekordbestand gibt Sichtbarkeit
Operativ bleibt der wichtigste Punkt der Auftragsbestand. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 stieg er auf 20,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent gegenüber September 2025.
Diese Zahl ist für TKMS zentral. Marineschiffbau läuft über lange Projektzyklen, entsprechend wichtig ist planbare Auslastung. Der Rekordbestand stützt die geplanten Kapazitätsausweitungen an den Werften in Kiel und Wismar.
Besonders stark entwickelte sich die Marineelektronik. Die Tochter Atlas Elektronik steigerte ihr operatives Ergebnis im Berichtszeitraum deutlich. Auch die U-Boot-Sparte bleibt ein Kern der Wachstumsstory.
Cashflow bleibt der wunde Punkt
Der Gegenpol liegt beim freien Cashflow. Im ersten Halbjahr stand ein Minus von 72 Millionen Euro. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist allerdings verzerrt, weil damals außergewöhnlich hohe Anzahlungen für Großprojekte eingingen, darunter das deutsch-norwegische U-Boot-Projekt 212CD.
Das Management verweist auf planmäßige Projektkosten und Investitionen in neue Technologien. Dazu zählen autonome Unterwassersysteme. Der Mittelabfluss ist damit nicht automatisch ein Warnsignal, bleibt aber ein Prüfstein für die nächsten Berichte.
An der Jahresprognose hält der Vorstand fest. Für 2025/26 erwartet TKMS ein Umsatzplus von 2 bis 5 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll über 6 Prozent liegen.
Partnerschaften als nächster Hebel
Konzernchef Oliver Burkhard sieht die bestehenden Aufträge mit den aktuellen Kapazitäten abgedeckt. Parallel prüft TKMS internationale Partnerschaften, um die Position bei konventionellen U-Booten zu stärken. Das passt zur Strategie, nicht nur Schiffe zu liefern, sondern auch Sensoren, Software und Systemlösungen.
Mittelfristig peilt das Unternehmen eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 7 Prozent an. Kurzfristig rückt die 80-Euro-Marke in den Blick: Ein stabiler Ausbruch darüber würde die Erholung untermauern, während erneuter Druck den Fokus rasch wieder auf Cashflow und Projektkosten lenkt.
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