TKMS Aktie: 3,34 Prozent Minus zum Konferenzstart
Trotz vollem Auftragsbuch und gestiegenen Segmentgewinnen belastet ein negativer Cashflow die TKMS-Aktie zum Konferenzstart.

- Aktie verliert über drei Prozent
- Auftragsbestand von 20 Milliarden Euro
- Free Cashflow tief im Minus
- Zwei von drei Sparten steigern Gewinn
Pünktlich zum Start der Londoner Investorenkonferenz verliert die TKMS-Aktie an Boden. Der Kurs gibt am Montag um 3,34 Prozent auf 72,40 Euro nach. Damit startet der Marineschiffbauer mit Gegenwind in eine wichtige Kapitalmarktwoche. Die Investoren blicken kritisch auf die operative Umsetzung der prall gefüllten Auftragsbücher.
Volle Bücher, schwacher Cashflow
Die Basis für das aktuelle Geschäft liefert der Halbjahresbericht von Mitte Mai. TKMS sitzt auf einem massiven Auftragsbestand von gut 20 Milliarden Euro. Allein im ersten Halbjahr sammelte der Konzern neue Aufträge für 3,4 Milliarden Euro ein. Treiber war hier vor allem das norwegische U-Boot-Programm.
Auch beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen Wachstum. Die Erlöse stiegen auf knapp 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich leicht auf 60 Millionen Euro. Die dazugehörige Marge kletterte auf 5,1 Prozent.
Ein Wermutstropfen bleibt der Free Cash Flow. Er drehte im ersten Halbjahr tief ins Minus und lag bei negativen 72 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein dickes Plus. Die Begründung: geplante Mittelabflüsse für laufende Projekte.
Gewinne in den Sparten steigen
Die Entwicklung in den einzelnen Sparten zeigt ein klares Bild. Zwei von drei Kernbereichen steigerten ihr operatives Ergebnis deutlich. Die Segmentgewinne im Überblick:
- Atlas Electronics: 41 Millionen Euro (Vorjahr: 24 Millionen Euro)
- Submarines: 21 Millionen Euro (Vorjahr: 2 Millionen Euro)
- Surface Vessels: 18 Millionen Euro (Vorjahr: 23 Millionen Euro)
Nächster Prüfstein im August
Charttechnisch trübt sich die Lage weiter ein. Mit dem aktuellen Rücksetzer rutscht die Aktie fast neun Prozent unter die 50-Tage-Linie. Vom Jahreshoch bei 102,90 Euro ist das Papier inzwischen deutlich entfernt.
Immerhin verteidigen die Papiere seit Jahresbeginn ein schmales Plus von 4,55 Prozent. Kurzfristig müssen Aktionäre jedoch weitere Volatilität einplanen.
Der nächste operative Termin folgt bereits in wenigen Wochen. Am 12. August legt TKMS die Zahlen für das dritte Quartal vor. Spätestens dann muss der Vorstand beweisen, dass die anvisierte Jahresmarge von über sechs Prozent realistisch bleibt.
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