TKMS Aktie: 60 Milliarden über Lebenszyklus

Analysten sehen 70-Prozent-Chance für TKMS bei kanadischem U-Boot-Deal. Ein Zuschlag vor dem NATO-Gipfel könnte den Aktienkurs beflügeln.

Die Kernpunkte:
  • Kanada plant U-Boot-Investition von 12 Milliarden Dollar
  • Analysten sehen TKMS-Chance bei 70 Prozent
  • Auftragsbestand bereits bei 20,6 Milliarden Euro
  • Kursziel von 125 Euro bestätigt

Ein kanadisches U-Boot-Programm rückt die TKMS-Aktie in den Fokus. Die Analysten von mwb research erwarten eine baldige Entscheidung. Vor dem NATO-Gipfel im Juli könnte der Zuschlag fallen. Das Potenzial: gewaltig.

Kampf um das Milliarden-Projekt

Kanada plant Investitionen in neue U-Boote. Das anfängliche Auftragsvolumen liegt bei über zwölf Milliarden kanadischen Dollar. Über den gesamten Lebenszyklus winken sogar Folgeaufträge von 60 Milliarden Dollar.

Die Analysten von mwb research sehen die Chancen für TKMS bei 70 Prozent. Das Management selbst gibt sich mit einer 50/50-Prognose etwas zurückhaltender. Hanwha aus Südkorea gilt als härtester Konkurrent.

Die Asiaten könnten die Schiffe schneller liefern. Für TKMS spricht eine klare strategische Logik. Ein Zuschlag würde die Flotten der NATO standardisieren. Gemeinsame Wartungsstrukturen und eine einfache Ausbildung sind starke Argumente für die deutsche Werft.

Orderbuch bereits prall gefüllt

Ein Erfolg in Kanada würde die Auslastung auf Jahrzehnte sichern. Dabei ist das Orderbuch ohnehin gut gefüllt. Ende März lag der Auftragsbestand bei 20,6 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein norwegischer Auftrag über zwei U-Boote der Klasse 212CD.

Im ersten Halbjahr verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von gut 1,16 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte auf 60 Millionen Euro. Die bereinigte Marge lag bei 5,1 Prozent.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt bestehen. Das Management erwartet ein Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent. Die Marge soll auf über sechs Prozent steigen.

Warten auf den Impuls

An der Börse zeigt sich derzeit wenig Euphorie. Die Aktie notiert bei 76,50 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Plus von knapp elf Prozent auf der Anzeigetafel.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 102,90 Euro ist das Papier weit entfernt. Der Abstand beträgt aktuell rund 25 Prozent. Auch die 50-Tage-Linie konnte der Kurs zuletzt nicht zurückerobern.

Die Analysten von mwb research bestätigen ihr Kursziel von 125 Euro. Die Lücke zum aktuellen Kurs ist groß. Sie schließt sich erst, wenn Kanada offizielle Fakten schafft. Die Entscheidung vor dem NATO-Gipfel liefert den nächsten entscheidenden Impuls für die Aktie.

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