TKMS Aktie: Atlas Elektronik wächst 28 Prozent

TKMS-Tochter Atlas Elektronik steigert Umsatz und Ergebnis deutlich. Anleger diskutieren über eine mögliche Abspaltung der Sparte.

Die Kernpunkte:
  • Atlas Elektronik mit deutlichem Umsatzplus
  • Möglicher Spin-off wird diskutiert
  • Rekordauftragsbestand von 20,1 Milliarden Euro
  • Roadshow in London am Mittwoch

TKMS richtet den Blick diese Woche über die Quartalszahlen hinaus: Die Tochter Atlas Elektronik hat den Umsatz um 28 Prozent auf 612 Millionen Euro gesteigert, das bereinigte EBIT legte um 31 Prozent auf 59 Millionen Euro zu. In der Anlegergemeinde wird bereits über einen möglichen Spin-off der Sparte diskutiert, andere Stimmen sehen darin schlicht ein strategisches Wachstumssegment innerhalb des Konzerns.

Atlas Elektronik als zweite Wachstumssäule

Während sich die Berichterstattung zu TKMS zuletzt stark auf U-Boot- und Fregattenaufträge konzentrierte, rückt Atlas Elektronik nun stärker in den Fokus. Die deutliche Steigerung von Umsatz und Ergebnis zeigt, dass der Konzern nicht allein von Großprojekten im Überwasser- und Unterwassersegment lebt, sondern auch im Bereich maritimer Sensorik und Systemtechnik zulegt.

Ob daraus tatsächlich eine eigenständige Notierung wird, ist offen – belastbare Angaben des Unternehmens dazu liegen bislang nicht vor. Die Debatte in der Investorengemeinde deutet aber darauf hin, dass Anleger die Sparte zunehmend als eigenen Werttreiber wahrnehmen.

Der Auftragsbestand des Konzerns bewegt sich nach den jüngsten Zahlen auf Rekordniveau von rund 20,1 Milliarden Euro. Darin spiegelt sich auch der kanadische U-Boot-Auftrag wider, bei dem TKMS im Juli als bevorzugter Anbieter für bis zu zwölf Boote des Typs 212CD ausgewählt wurde.

Premierminister Mark Carney kündigte den Zuschlag damals an, nannte aber keine konkrete Kostenschätzung für das Projekt. Zusätzlich stehen mögliche weitere Aufträge aus Indien, Brasilien und den Philippinen im Raum, die das Wachstumsbild zusätzlich stützen könnten.

Roadshow in London als nächster Termin

Am Mittwoch reist das Management zu einer Roadshow nach London. Die Investorengemeinde erwartet davon Signale zur internationalen Wahrnehmung des Unternehmens und dazu, ob sich weitere institutionelle Anleger für die Aktie interessieren.

Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Woche dürfte der Auftritt in London zeigen, ob internationale Investoren die Wachstumsstory von TKMS – getragen von Marinesystemen und der Tochter Atlas Elektronik – auch jenseits des deutschen Marktes goutieren.

Der Kurs schloss am Freitag bei 105,00 Euro, ein Plus von 1,9 Prozent zum Vortag und rund 22 Prozent über dem Niveau von vor einer Woche. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 108,80 Euro fehlen damit noch 3,5 Prozent. Angesichts dieser Dynamik dürfte die Londoner Roadshow als nächster Prüfstein gelten, ob das Momentum bei internationalen Adressen ankommt.

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