TKMS Aktie: Cashflow-Kollaps von plus 756 auf minus 72 Millionen
TKMS verzeichnet einen Rekordauftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro, doch ein negativer Cashflow und Kursverluste belasten die Aktie.

- Auftragsbestand erreicht Rekordhöhe
- Expansion in Brasilien und Griechenland
- Freier Cashflow dreht ins Minus
- Aktienkurs fällt um 19 Prozent
Volle Auftragsbücher, aber leere Kassen beim Cashflow. Beim Kieler Marineschiffbauer TKMS klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während das Management internationale Milliardenprojekte an Land zieht, schicken Investoren die Aktie auf Talfahrt.
Um diese Diskrepanz aufzulösen, baut der Konzern seine Führungsetage um. Seit vergangenem Freitag verantwortet Andreas Görgen als neuer Chief Operations Officer das operative Geschäft. Seine Hauptaufgabe: Er soll den Rekordauftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro abarbeiten. Der Umsatz stieg zuletzt im Jahresvergleich um zehn Prozent.
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Expansion in Brasilien und Griechenland
Parallel dazu treibt TKMS die internationale Expansion voran. Ende April unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit Brasilien. Der Plan umfasst den Bau einer zweiten Serie von vier Fregatten der Tamandaré-Klasse. Zuvor hatte die brasilianische Marine das erste Schiff dieser Baureihe in Dienst gestellt.
Auch in Europa sichert sich der Konzern neue Projekte. TKMS vereinbarte mit den griechischen Skaramangas Shipyards ein exklusives Modernisierungsprogramm. Die Partner wollen vier U-Boote der HDW-Klasse auf den neuesten technischen Stand bringen. Wesentliche Arbeiten sollen direkt in Griechenland stattfinden. Das schafft lokale Arbeitsplätze und sichert den Technologietransfer.
Cashflow drückt auf den Aktienkurs
Trotz der vollen Bücher reagiert der Kapitalmarkt nervös. Auf Monatssicht verlor die TKMS-Aktie gut 19 Prozent an Wert. Am Freitag ging das Papier bei 71,40 Euro aus dem Handel. Der Kurs rutschte damit deutlich unter den 50-Tage-Durchschnitt von rund 84 Euro.
Der technische RSI-Indikator nähert sich mit einem Wert von 32 der überverkauften Zone. Die Gründe für die Skepsis der Anleger liegen in der Bilanz. Im ersten Geschäftshalbjahr drehte der freie Cashflow auf minus 72 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein sattes Plus von 756 Millionen Euro.
Währungseffekte und Kosten für die geplante Abspaltung belasten derzeit die Margen. Das Management rechnet wieder mit positiven Mittelzuflüssen, sobald neue, margenstärkere Projekte anlaufen.
Für das laufende Geschäftsjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Die bereinigte EBIT-Marge soll bei über sechs Prozent liegen. Der Umsatz dürfte parallel dazu leicht wachsen. Mittelfristig plant TKMS eine operative Marge von mehr als sieben Prozent.
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