TKMS Aktie: Dolphin-Serie für Israel fertiggestellt

Das letzte für Israel gefertigte Dolphin-U-Boot erreichte Haifa; Kanadas mögliche Beschaffung von bis zu zwölf Booten bleibt in Verhandlung.

Die Kernpunkte:
  • INS Drakon erreichte den Hafen Haifa
  • Dolphin-Fertigung für Israel beendet
  • Kanada prüft bis zu zwölf U-Boote
  • TKMS und EDGE vereinbaren gemeinsame Prüfung

Abschluss der Dolphin-Serie für Israel

Das von TKMS in Kiel gefertigte U-Boot INS Drakon hat nach einer geheim gehaltenen Überfahrt seinen Zielhafen Haifa erreicht. Die Reise des Schiffs verlief über mehrere Wochen hinweg weitgehend unter Wasser. Mit diesem Neubau schließt das Unternehmen die Fertigung der Dolphin-Reihe für die israelische Marine ab.

Laut der israelischen Wirtschaftszeitung Calcalist verdrängt das über 70 Meter lange Schiff 2.600 Tonnen. Damit ist der mit zehn Torpedorohren ausgestattete Bau das schwerste Boot der israelischen Flotte.

Bis zur vollen Einsatzfähigkeit vergehen dennoch mehrere Monate, da vor Ort zunächst eigene Waffensysteme nachgerüstet werden müssen. Das Vorhaben steht im Kontext der langjährigen bilateralen Rüstungskooperation, die wegen deutscher Rüstungsexporte und möglicher nuklearer Nachrüstungsoptionen in der öffentlichen Kritik steht.

Verhandlungen über Großauftrag in Kanada

Parallel zum Abschluss dieses Projekts treibt das Unternehmen Gespräche über internationale Aufträge voran. Kanada hat TKMS als bevorzugten Anbieter für die Erneuerung seiner U-Boot-Flotte ausgewählt. Das Vorhaben zielt auf eine umfassende Modernisierung der kanadischen Seestreitkräfte ab. Die Regierung in Ottawa prüft dabei die Beschaffung von bis zu zwölf Booten.

Geplant ist zudem ein regelmäßiger strategischer Dialog unter Beteiligung der jeweiligen Verteidigungsressorts. Genaue Konditionen und Zeitpläne bleiben wegen laufender Verhandlungen vorerst offen.

Neue Kooperation mit EDGE Group

Auch im Nahen Osten erweitert der Schiffbauer sein Netzwerk. TKMS und die EDGE Group haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Unterzeichner der Vereinbarung waren Miguel Ángel López Borrego, stellvertretender Vorsitzender des TKMS-Aufsichtsrats, sowie Omar Al Zaabi, EDGE-Präsident für Commercial.

Gegenstand der Kooperation ist die Prüfung gemeinsamer Überwachungs- und Schutzsysteme für maritime Bedrohungslagen unter Wasser. TKMS-Vorstandschef Oliver Burkhard bezeichnete die bestehende Partnerschaft mit den Emiraten als Grundlage der Zusammenarbeit, während EDGE-Chef Hamad Al Marar die Bedeutung maritimer Sicherheit für die nationale Widerstandskraft hervorhob.

Solide Entwicklung im Börsenjahr

An den Finanzmärkten behauptet sich der Titel trotz jüngster Kursschwankungen. Am Freitag beendete die Aktie den Handelstag mit einem Abschlag von 1,1 Prozent bei 84,00 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch einen Wertzuwachs von 27 Prozent.

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