TKMS Aktie: Erfolgsbilanz bestätigt!
Der Marineschiffbauer TKMS hat die Kostenverhandlungen für das indische U-Boot-Programm P-75(I) abgeschlossen. Der Vertrag könnte bis zu neun Milliarden US-Dollar umfassen und ist ein Meilenstein für das Unternehmen.

- Abschluss der Kostenverhandlungen für Indien-Projekt
- Auftragswert von bis zu neun Milliarden Dollar
- Erste Hauptversammlung als börsennotiertes Unternehmen
- Parallele Bieterverfahren für Großauftrag in Kanada
Jahrelange Verhandlungen, Milliarden auf dem Spiel – und jetzt der Durchbruch. Einen Tag vor der ersten Hauptversammlung als börsennotiertes Unternehmen meldet der Marineschiffbauer TKMS den Abschluss der Kostenverhandlungen für das indische U-Boot-Programm P-75(I). Der Deal könnte zum teuersten konventionellen U-Boot-Vertrag der Welt werden.
Indien-Projekt: Bis zu 9 Milliarden Dollar
Am 26. Februar 2026 hat die indische Marine die Kostenverhandlungen mit TKMS für den Bau von sechs fortschrittlichen diesel-elektrischen U-Booten abgeschlossen. Das Cost Negotiation Committee setzte den Projektwert auf 66.000 bis 70.000 Crore Rupien fest – umgerechnet 8 bis 9 Milliarden US-Dollar.
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Die Boote basieren auf einer weiterentwickelten Variante des TKMS-Typs 214 und werden beim indischen Staatswerft Mazagon Dock Shipbuilders Limited gebaut. Herzstück ist die brennstoffzellenbasierte Air Independent Propulsion (AIP)-Technologie, die bis zu drei Wochen getauchte Fahrt ohne Auftauchen ermöglicht.
Der indigene Anteil steigt gestaffelt: 45 Prozent beim ersten Boot, 60 Prozent beim sechsten. TKMS fungiert als Designbehörde und Technologiepartner, stellt Engineering-Support und überträgt kritische Technologien.
Der Vorschlag durchläuft nun finanzielle Prüfungen und interministerielle Konsultationen, bevor das Cabinet Committee on Security unter Führung des Premierministers entscheidet. Ursprünglich für Ende März geplant, dürfte die Vertragsunterzeichnung nun zu Beginn des nächsten Haushaltsjahres erfolgen.
Erste Hauptversammlung mit kritischen Stimmen
Parallel hält TKMS am 27. Februar seine erste ordentliche Hauptversammlung als virtuelle Veranstaltung ab. Auf der Tagesordnung: Feststellung des Jahresabschlusses 2024/25, Entlastungen sowie Billigung der Vergütungssysteme.
Vorstandsvorsitzender Oliver Burkhard nutzte die Gelegenheit für einen Appell an die Branche: „Wenn Verteidigungsfähigkeit schneller hergestellt werden soll, braucht es Standardisierung, industrielle Bündelung – und Geschwindigkeit.“ Seine Botschaft: „Geld allein baut keine Schiffe.“
Kritische Aktionärsorganisationen – darunter Facing Finance und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre – fordern einen Lieferstopp an Staaten, die Völkerrecht und Menschenrechte missachten. Zudem verlangen sie Klarheit über mögliche autonome Waffensysteme ohne wirksame menschliche Kontrolle.
Kanada-Wettbewerb läuft parallel
Während der Indien-Deal kurz vor der Finalisierung steht, läuft der Bieterwettbewerb um das kanadische U-Boot-Programm auf Hochtouren. TKMS konkurriert mit Südkoreas Hanwha Ocean um einen Auftrag im Wert von rund 37 Milliarden Euro.
Der kanadische Luft- und Raumfahrtkonzern Magellan Aerospace hat bereits eine Vereinbarung mit TKMS unterzeichnet, um Schwertorpedos für die U-Boote zu produzieren – vorbehaltlich des Zuschlags. Die Entscheidung der kanadischen Regierung wird für Mai oder Juni 2026 erwartet.
Solide Ausgangslage
TKMS erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 2,17 Milliarden Euro – ein Plus von 9,3 Prozent. Der Betriebsgewinn legte um 35,6 Prozent auf 105,9 Millionen Euro zu, der Jahresüberschuss verbesserte sich um 26,6 Prozent auf 105 Millionen Euro.
Der Auftragsbestand liegt bei 18,7 Milliarden Euro. Die U-Boot-Auftragsbücher sind voll, ebenso die der Tochter ATLAS Elektronik mit Rekordbestellungen für Torpedos und Minenabwehr-Sonarsysteme.
Mit dem Indien-Durchbruch am Vortag der ersten Hauptversammlung setzt TKMS ein deutliches Zeichen. Die beiden Großprojekte in Indien und Kanada zusammen könnten das Auftragsvolumen des erst im Oktober 2025 aus thyssenkrupp ausgegliederten Konzerns langfristig erheblich ausweiten.
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