TKMS Aktie: Guter Start!

Thyssenkrupp Marine Systems steigert Marge und hebt Prognose an. Die Entscheidung über einen kanadischen U-Boot-Auftrag im Wert von bis zu 37 Milliarden Euro steht bevor.

Die Kernpunkte:
  • Auftragsbestand übersteigt 20 Milliarden Euro
  • Bruttomarge steigt auf 17 Prozent
  • Kanada-Entscheidung über 37-Milliarden-Deal im Sommer
  • Massive Investitionen in Werften und Kapazitäten

Auftragsbestand über 20 Milliarden Euro, angehobene Prognose, und ein potenzieller Kanada-Deal, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen würde. TKMS steuert auf einige der wichtigsten Monate seiner noch kurzen Börsengeschichte zu.

Starke Zahlen, noch stärkere Pipeline

Im ersten Quartal 2026 erzielte TKMS stabile Erlöse von 545 Millionen Euro. Bemerkenswert ist weniger das Umsatzniveau als vielmehr die operative Entwicklung: Die Bruttomarge kletterte auf 17 Prozent, nach zuvor 15,2 Prozent, und der freie Cashflow war mit plus 33 Millionen Euro positiv. Der Auftragsbestand wuchs um 13 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro – und überschritt durch einen nachgelagerten Auftrag des norwegischen Parlaments für zwei weitere U-Boote der 212CD-Klasse kurz darauf die Schwelle von 20 Milliarden Euro.

Auf dieser Basis hob das Management die Jahresprognose an: Statt -1 bis +2 Prozent Umsatzwachstum erwartet TKMS nun +2 bis +5 Prozent. Mittelfristig peilt das Unternehmen eine bereinigte EBIT-Marge von über 7 Prozent an, bei einem angestrebten jährlichen Umsatzwachstum von rund zehn Prozent.

Kanada-Entscheidung als Wendepunkt

Der größte Unsicherheitsfaktor ist zugleich die größte Chance: Zwischen Mai und Juni entscheidet die kanadische Regierung über zwölf konventionelle U-Boote – ein Auftrag im Wert von bis zu 37 Milliarden Euro, der die bislang größte Vergabe in der Unternehmensgeschichte wäre. TKMS bietet mit der arktistauglichen 212CD-Klasse, der einzige verbleibende Konkurrent ist Hanwha Ocean aus Südkorea.

Um die Entscheidung zu beeinflussen, setzt TKMS auf lokale Wertschöpfung in Kanada. Anfang März wurde ein Teaming Agreement mit dem Simulationsspezialisten CAE unterzeichnet. Bereits im Februar folgte eine Partnerschaft mit Magellan Aerospace für die lokale Produktion von Schwertorpedos. Die Bundesregierung unterstützt das Angebot. Nach Einreichung der finalen Angebote läuft nun die politische Bewertungsphase.

Parallel dazu ist TKMS in Indien der einzige verbliebene Bieter für sechs Diesel-Elektro-U-Boote mit einem Projektwert von rund 8 bis 9 Milliarden US-Dollar. Die Kostenverhandlungen sind abgeschlossen, die Vertragsunterzeichnung verschiebt sich jedoch ins neue indische Fiskaljahr. Im deutschen F-127-Fregatten-Programm ist TKMS ebenfalls der einzige verbliebene Bieter.

Kapazitäten wachsen mit dem Auftragsbestand

Um die Auftragspipeline abzuarbeiten, investiert TKMS massiv in die eigene Infrastruktur. Der Standort Wismar wird für rund 200 Millionen Euro zur sogenannten Hybrid-Werft für U-Boote und Fregatten ausgebaut, mit bis zu 1.500 neuen Arbeitsplätzen bis Ende 2029. Die Teilproduktion soll noch Ende 2026 anlaufen. Am Stammstandort Kiel wurden bereits 250 Millionen Euro investiert.

Am 11. Mai präsentiert TKMS die nächsten Quartalszahlen – der erste Gradmesser dafür, wie effizient der Rekord-Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird. Unmittelbar danach fällt die Kanada-Entscheidung. Zwei Ereignisse in kurzer Abfolge, die den Wachstumspfad des Unternehmens für Jahre prägen dürften.

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