TKMS Aktie: Jubel über Rekordergebnisse!

Thyssenkrupp Marine Systems erhält Folgeauftrag über vier Fregatten in Brasilien und treibt Großprojekte in Kanada und Deutschland voran.

Die Kernpunkte:
  • Zweites Baulos mit vier Fregatten
  • Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden Dollar
  • Aktienkurs steigt auf 86,30 Euro
  • Entscheidung über F127-Fregatten steht bevor

In der Bucht von Rio de Janeiro feiert Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) einen strategischen Etappensieg. Die Werftsparte hat nicht nur die erste Tamandaré-Fregatte an die brasilianische Marine übergeben. Ein neues Memorandum of Understanding über vier weitere Schiffe untermauert die Ambitionen im Überwasserbau. Das bringt frischen Wind in die Auftragsbücher, während sich zeitgleich in Europa und Nordamerika gewaltige Großprojekte anbahnen.

Brasiliens Flottenausbau bringt Folgeaufträge

Nach mehrjähriger Bauzeit in Itajaí nahm die brasilianische Marine das Typschiff der Tamandaré-Klasse offiziell in den Dienst. Die Fregatte basiert auf der bewährten MEKO-Plattform und markiert das bisher modernste Marineprojekt des südamerikanischen Landes. Parallel dazu unterzeichneten TKMS und Embraer eine Absichtserklärung für ein zweites Baulos. Dieses geplante Paket umfasst vier weitere Schiffe. Das geschätzte Volumen liegt bei rund zwei Milliarden US-Dollar.

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Die Analystengemeinschaft reagiert prompt auf die jüngste Auftragsdynamik. Deutsche Bank Research hob das Kursziel auf 110 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Sriram Krishnan sieht starke Anzeichen für eine Trendwende im Überwasserschiffbau bis zum Ende des Jahrzehnts. MWB Research vergibt mit 125 Euro ein noch höheres Ziel.

An der Börse honorieren Investoren die Neuigkeiten. Die Aktie kletterte am Donnerstag auf 86,30 Euro und baut das Jahresplus auf knapp 25 Prozent aus. Fundamental stützt ein prall gefüllter Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro diese Bewertung.

Basiseffekte vor den Halbjahreszahlen

Am 11. Mai wird das Management die Bücher für das erste Halbjahr öffnen. Marktbeobachter warnen im Vorfeld vor voreiligen Schlüssen. Eine erwartete Schwäche im Vorjahresvergleich werten Analysten als reines Basiseffekt-Phänomen. Für die Berichtsperiode kalkuliert MWB Research mit einem Auftragseingang von 2,2 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll bei gut fünf Prozent liegen.

Milliarden-Entscheidungen in Kanada und Berlin

Weit über Brasilien hinaus formieren sich die nächsten Großaufträge. In Kanada liefert sich TKMS einen direkten Wettbewerb mit der südkoreanischen Hanwha Ocean. Ottawa sucht arktistaugliche U-Boote für ein Programmvolumen von bis zu 37 Milliarden Euro.

Im Heimatmarkt rückt derweil das Luftverteidigungsfregattenprogramm F127 in den Fokus. Hier gilt das Unternehmen als alleiniger verbleibender Bieter. Die Entscheidung über dieses heimische Mega-Projekt steht unmittelbar bevor. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt am 24. Juni über die Finanzierung des Vorhabens ab. Ein positiver Beschluss würde die Auslastung der deutschen Werftstandorte für das nächste Jahrzehnt absichern.

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