TKMS Aktie: mwb Research hebt Kursziel auf 135 Euro

TKMS schließt zweite Phase der Kooperation mit Navantia ab. Analysten von mwb Research sehen ein Kurspotenzial von 63 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Vertiefte Allianz mit spanischer Werft
  • Analysten bestätigen 135 Euro Kursziel
  • Rückzug aus Bieterverfahren für GNYK
  • Quartalszahlen am 12. August erwartet

Die TKMS-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend fort. Am Montag treiben zwei Nachrichten den Kurs: eine vertiefte Partnerschaft mit der spanischen Werft Navantia und eine bullishe Studie von mwb Research. Die Aktie schließt bei 82,80 Euro, ein Plus von 2,22 Prozent.

Navantia-Partnerschaft startet zweite Phase

TKMS und Navantia unterzeichnen eine zweite Absichtserklärung. Die erste Vereinbarung stammt aus dem Frühjahr. Jetzt beginnt die Umsetzungsphase.

Bis Ende 2026 wollen beide Werften einen gemeinsamen Rahmen für Produktion und Vermarktung ausgewählter U-Boot-Projekte schaffen. Die Allianz soll Kapazitäten bündeln und Lieferzeiten verkürzen. Die weltweite Nachfrage nach konventionellen U-Booten steigt.

TKMS-Chef Oliver Burkhard betont die komplementären Stärken beider Unternehmen für die europäische Souveränität im Verteidigungssektor. Eine Fusion ist das ausdrücklich nicht. Beide Werften bleiben eigenständig, die Partnerschaft bleibt rein operativ.

Analysten sehen 63 Prozent Potenzial

mwb Research veröffentlicht am 27. Juli 2026 eine neue Studie. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung und ein Kursziel von 135 Euro. Das entspricht einem Potenzial von rund 63 Prozent gegenüber dem Montagsschluss.

Die Experten blicken optimistisch auf die Quartalszahlen am 12. August 2026. Für die ersten neun Monate erwarten sie einen Umsatzanstieg auf 1,78 Milliarden Euro, nach 1,59 Milliarden im Vorjahr. Beim EBIT rechnen sie mit einem Zuwachs auf 102 Millionen Euro, nach 97 Millionen im Vorjahr.

Besonders im Bereich der Überwasserschiffe erwarten die Analysten eine Erholung. Das zweite Quartal war hier schwächer ausgefallen. Der hohe Auftragsbestand bleibt aus Sicht von mwb Research der zentrale Stabilitätsfaktor für den Kieler Konzern.

Verzicht auf GNYK als Signal für Disziplin

Am Markt wird zudem eine andere Entscheidung positiv gewertet. TKMS zieht sich am 21. Juli 2026 offiziell aus dem Bieterprozess für die Werft German Naval Yards Kiel zurück. Der Grund: Man konnte sich nicht auf die wirtschaftlichen Bedingungen einigen.

Beobachter werten den Rückzug als Zeichen für Kapitaldisziplin. Statt eine möglicherweise unrentable Übernahme zu stemmen, konzentriert sich TKMS auf bestehende Großprojekte. Das kanadische U-Boot-Programm dürfte im kommenden Geschäftsjahr zum wichtigsten Wachstumstreiber werden.

Charttechnisch bleibt Raum nach oben. Der Relative-Stärke-Index steht bei 53,3 und damit im neutralen Bereich, obwohl das Papier in den vergangenen 30 Tagen bereits 6,84 Prozent zugelegt hat.

Der 12. August wird zum nächsten wichtigen Termin. Bestätigen die Quartalszahlen die Prognosen von mwb Research, dürfte die Diskussion um das Kursziel von 135 Euro neue Fahrt aufnehmen.

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